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Athen geht auf Konfrontationskurs

Eklat in Griechenland: Die neue griechische Regierung kündigt die Zusammenarbeit mit den internationalen Kreditgebern auf. Die Märkte reagierten umgehend.

Im Rückblick auf eine höchst aufregende Woche in Athen ziehen viele Beobachter vor allem einen Schluss: Das Risiko, dass Griechenland aus der Währungsunion ausscheidet – der vielzitierte «Grexit» –, hat markant zugenommen. Dabei beteuern Mitglieder der neuen griechischen Regierung wie auch Europolitiker unermüdlich, eben dies verhindern zu wollen. Doch die Entschlossenheit und Eile, mit der Ministerpräsident Alexis Tsipras jene Massnahmen wieder aufhebt, welche die Vorgängerregierung im Rahmen des Hilfsprogramms umzusetzen hatte, lässt eine offene Konfrontation mit den Europartnern befürchten.

Einen Vorgeschmack hierfür lieferte das gestrige Treffen zwischen dem griechischen Finanzminister Gianis Varou­fakis und seinem niederländischen Amtskollegen Jeroen Dijsselbloem, der auch Vorsitzender der Eurogruppe ist: Es endete mit einem Eklat. Wie Varou­fakis vor den Medien erklärte, will sein Land per sofort nicht mehr mit der Troika der internationalen Kreditgeber – bestehend aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds – zusammenarbeiten.

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