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«Wir werden alles tun, um nicht herabgestuft zu werden»

Die Ratingagentur Moody's droht mit einer Herabstufung der höchsten Kreditwürdigkeit Frankreichs. Finanzminister François Baron hat in einem Fernsehinterview Stellung dazu genommen.

Muss die Börsen beruhigen: Der französische Finanzminister François Baron.
Muss die Börsen beruhigen: Der französische Finanzminister François Baron.
Keystone

Die französische Regierung kämpft um die höchste Kreditwürdigkeit des Landes, die die Ratingagentur Moody's erstmals offen in Frage gestellt hat. «Wir werden alles tun, um nicht herabgestuft zu werden», sagte Finanzminister François Baroin im Fernsehsender France 2. Er rief dazu auf, einen «kühlen Kopf» zu bewahren. Baroin verwies auf «Strukturreformen» wie die Absenkung des Renteneintrittsalters oder die Kürzungen bei den Beamtenstellen, mit denen die Regierung bereits auf Sparkurs sei.

Moody's hatte als erste der drei grossen Ratingagenturen am Montag angekündigt, in den kommenden drei Monaten über eine Herabstufung Frankreichs zu entscheiden. Die Agentur werde beobachten, inwieweit die französische Regierung die angekündigten Massnahmen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits umsetze. Bereits im Sommer hatten Gerüchte, dass Frankreich die Höchstnote AAA wegen hoher Schulden und geringen Wachstums verlieren könnte, an den Börsen für Unruhe gesorgt.

Baroin räumte am Montag erstmals ein, dass das für 2012 erwartete Wachstum niedriger ausfallen könnte als zunächst angenommen. Es gebe ein Risiko, dass die Zahl unter 1,5 Prozent liegen könne, warnte Baroin. Die Regierung war bisher von einem Wachstum von 1,75 Prozent im nächsten Jahr ausgegangen, was Experten ohnehin für zu hoch gehalten hatten.

AFP/jak

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