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KOF-Umfrage: Ökonomen halbieren Wachstumsprognose

Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich gemäss einer Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) deutlich eingetrübt.

Die 23 befragten Ökonomen erwarten im kommenden Jahr im Schnitt noch ein Wachstum von 0,6 Prozent. Die letzte Prognose vom September hatte noch auf 1,3 Prozent gelautet. Grund für die Korrektur des Consensus Forecast sei, dass nur noch eine schwachen Zunahme der Exporte sowie der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen erwartet werde, teilte die KOF am Mittwoch mit. Konkret sind die Erwartungen an das Wachstum der Exporte von 2,1 auf 0,2 Prozent eingebrochen. Bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen stutzten die Ökonomen die Prognosen von 2,6 auf 0,3 Prozent. Auch die Teuerung wird mit 0,2 (September- Prognose: 0,9) Prozent deutlich tiefer veranschlagt, die Arbeitslosenquote dagegen leicht von 3,2 auf 3,4 Prozent erhöht. Für das laufende Jahr nahmen die befragten Konjunkturauguren die Prognose für die Zunahme des Bruttoinlandproduktes von 1,9 auf 1,7 Prozent zurück. Börsenhausse prognostiziert Trotz der grossen wirtschaftlichen Unsicherheiten insbesondere im Euroraum sind die befragten Experten von Banken, Versicherungen und Wirtschaftsverbänden für die Entwicklung der Schweizer Börse überaus zuversichtlich: Der Swiss Performance Index werde auf gut 5750 Punkte steigen. Damit würde er um fast 10 Prozent zulegen. Demgegenüber rechnen die Ökonomen offenbar nicht mit einer Anhebung des Euro-Mindestkurses der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 1,20 auf 1,30 Franken: In drei Monaten liege der Euro bei 1,24 Franken und in zwölf Monaten bei 1,26 Franken, lautet die jüngste Prognose. Die Geldpolitik der SNB dürfte vorderhand äusserst locker mit einem Leitzins nahe Null bleiben. Bis in zwölf Monaten halten die Experten aber einen Anstieg des massgeblichen Drei-Monats-Libors auf 0,3 Prozent wahrscheinlich.

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