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«Wir müssen aufhören, Kinder zu Konsumenten zu machen»

Neurobiologe Gerald Hüther sagt, was wir Kindern schenken sollten – und warum er seinen Eltern dankbar ist, dass sie kaum Zeit für ihn hatten.

«Eigentlich ist mir ja gar nichts richtig gelungen in meinem Leben»: Gerald Hüther. Foto: Michael Liebert
«Eigentlich ist mir ja gar nichts richtig gelungen in meinem Leben»: Gerald Hüther. Foto: Michael Liebert

Herr Hüther, Sie haben ein Buch übers Schenken geschrieben. Was soll man Kindern schenken, die schon alles haben?

Hilfreich ist, sich selber zu fragen, welche Geschenke aus der frühen Kindheit einem noch in Erinnerung sind. Die meisten können sich nicht an ein materielles Geschenk erinnern, sondern an das Spielen mit ihrem Grossvater unter dem Weihnachtsbaum oder an den Ausflug zum See, wo man gemeinsam eine Hütte gebaut hat. Solche Erinnerungen sind auch nach 50 Jahren noch präsent – offenbar sind das die wertvollsten Geschenke. Ich halte es für problematisch, wie sehr wir heute den Fokus auf materielle Dinge legen und diese in der Weihnachtszeit durch die feierliche Verpackung auch noch emotional aufladen. Dadurch fördern wir den Irrglauben, dass Dinge, die man sich kaufen kann, glücklich machen.

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