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«Ich gab den Rebell, aber eigentlich war ich nur ein gut verkleideter Streber»

Er stieg im Eiltempo in die Roche-Konzernleitung auf, fand sich wenig später im Gefängnis wieder und wurde Chef bei Berna Biotech. In seiner dritten Karriere konzentriert sich Kuno Sommer auf Verwaltungsratsmandate bei Kenta und Bachem.

Kuno Sommer: «Ich bin dankbar für die Korrektur. Sie hat mich gezwungen, bescheidener zu werden.»
Kuno Sommer: «Ich bin dankbar für die Korrektur. Sie hat mich gezwungen, bescheidener zu werden.»
Manu Friederich

Herr Sommer, Sie wurden im Alter von 42 Jahren jüngstes Konzernleitungsmitglied bei Roche, ein Jahr später kamen Sie wegen Kartellrechtsverletzungen für vier Monate in den USA ins Gefängnis, im Jahr darauf wurden Sie Chef bei Berna Biotech. Seit gut fünf Jahren stehen Sie nicht mehr als Chef im Rampenlicht. Was beschäftigt Sie heute?

Ich bin jetzt 55-jährig; es war immer mein Ziel, in diesem Alter nicht mehr operativ tätig zu sein. In meiner dritten Karriere stehen Verwaltungsmandate im Vordergrund. Mein Ziel ist nicht, möglichst viele davon oder möglichst prestigeträchtige anzunehmen, sondern solche, wo ich dem Management ein unabhängiger und kompetenter Sparringpartner sein kann. Ich habe in meiner ersten Karriere erlebt, was passieren kann, wenn leitende Führungskräfte ihre Verantwortung ungenügend wahrnehmen. Ich will versuchen, es als aktiver Verwaltungsrat besser zu machen.

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