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«Es ging nicht um ihr Geschlecht, sondern ihre Leistung»

Die Diskriminierungsklage von Ellen P. gegen ihren Ex-Arbeitgeber im Silicon Valley wurde abgewiesen.

Ihr Fall rüttelte das Silicon Valley wach: Ellen P. spricht nach dem Urteil zu den Medien. (28. März 2015)
Ihr Fall rüttelte das Silicon Valley wach: Ellen P. spricht nach dem Urteil zu den Medien. (28. März 2015)
Reuters

Ein US-Geschworenengericht hat eine Klage einer Ex-Angestellten der Risikokapitalfirma Kleiner Perkins Caufield wegen Diskriminierung abgewiesen. Ellen P. sei von ihrem Ex-Arbeitgeber nicht aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt worden, befand die Jury in San Francisco am Freitag.

Den Anwälten von P. zufolge war sie bei Beförderungen übergangen worden. Als sich P. über eine ungleiche Behandlung von Frauen und Männern in dem Unternehmen beschwert habe, sei sie gefeuert worden, hiess es in der Klageschrift weiter. «In dem Fall sollte es um das gehen, was Frau P. für Kleiner Perkins geleistet hat», argumentierte ihr Anwalt Alan Exelrod.

Die Anwältin von Kleiner Perkins hielt dagegen, die Entlassung der Frau habe mit ihrem beruflichen Versagen als Partner der Firma zu tun. Vielmehr habe sie die Firma verklagt, um eine dicke Abfindung abzugreifen. Vertreter von Kleiner Perkins zeichneten von P. zudem das Bild einer chronischen Meckerin, die Fakten und Umstände verdreht und seit langem Konflikte mit Kollegen gehabt habe.

Der Fall wirft allerdings ein Schlaglicht auf das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern sowie den Arbeitsbedingungen für Frauen im Silicon Valley. Eine im Kleiner-Perkins-Prozess als Beweismittel herangezogene Studie zeigt, dass Frauen als Partner im dortigen Wagniskapital-Sektor krass unterrepräsentiert sind.

Branchenberatern zufolge hat der Fall schon einige Internetfirmen dazu veranlasst, ihre Unternehmenskultur auf mögliche geschlechtsspezifische Benachteiligungen abzuklopfen.

AP/chk

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