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Bernanke will offenbar keine dritte Amtszeit

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, stellt sich Insidern zufolge für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

«Ich kann Ihnen keine Entscheidung oder Information zu meinen persönlichen Plänen bekannt geben»: Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, zu einer weiteren Amtszeit.
«Ich kann Ihnen keine Entscheidung oder Information zu meinen persönlichen Plänen bekannt geben»: Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, zu einer weiteren Amtszeit.
Keystone

Selbst wenn Obama die Präsidentschaftswahl am 6. November gewinne, werde er sich für eine Wiederwahl wahrscheinlich nicht zur Verfügung stellen. Dies soll der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke gegenüber engen Freunden gesagt haben, berichtet die «New York Times» (Artikel online nicht verfügbar). Das Federal Reserve Board verweigerte auf Anfrage einen Kommentar dazu.

Bernanke selbst wich im vergangenen Monat einer konkreten Stellungnahme betreffend einer möglichen weiteren Amtszeit aus: «Ich bin sehr fokussiert auf meine Arbeit. Ich kann Ihnen keine Entscheidung oder Information zu meinen persönlichen Plänen bekannt geben», sagte er vergangenen Monat während einer Medienkonferenz.

Romney will Bernanke nicht wieder nominieren

Der 58-Jährige wurde im Oktober 2005 vom damaligen Präsidenten George W. Bush als Nachfolger von Alan Greenspan als Notenbankchef vorgeschlagen und am 1. Februar 2006 vom Kongress gewählt. Im August 2009 wurde Bernanke von Barack Obama für eine zweite Amtszeit nominiert und später vom Senatsausschuss für weitere vier Jahre bestätigt. Seine Amtszeit endet im Januar 2014.

Bernanke wurde vonseiten der Republikaner wegen seiner lockeren Geldpolitik immer wieder kritisiert. Mitt Romney hatte deswegen bereits angekündigt, dass er den jetzigen Notenbankchef für die neue Amtszeit nicht wieder nominieren würde, sollte er die Wahl gewinnen. Im Falle eines Sieges der Republikaner gelten die beiden Wirtschaftsberater Glenn Hubbard und Gregory Mankiw als mögliche Nachfolger. Hubbard ist Dekan der Columbia Business School, Gregory Mankiw ist Harvard-Professor. Ebenfalls oft fällt in diesem Zusammenhang der Name des Stanford-Professors John B. Taylor. Er hat sich in der Vergangenheit als harscher Kritiker des aktuellen Kurses der Notenbank hervorgetan. Präsident Barack Obama hat sich bisher noch nicht dazu geäussert, wie er die Spitze des Federal Reserve Boards allenfalls neu besetzen will.

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