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Kantonalbanken-Präsident kritisiert SNB-Vorhaben für Kapitalpuffer

Der neue Präsident des Verbandes Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB), Urs Müller, kritisiert die Pläne der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Einführung antizyklischer Kapitalpuffer, um die Hypothekar- und Immobilienmärkte zu zügeln.

Eine solche Massnahme hätte auch Auswirkungen auf die Unternehmenskredite, sagte Müller in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Dienstag. Würden die Eigenmittelvorschriften verschärft um den Hypothekarmarkt und indirekt den Immobilienmarkt zu regulieren, müsse mit Sekundäreffekten auf andere Kreditsegmente gerechnet werden, sagte Müller. Das hätten Kantonalbanken-Vertreter an der Generalversammlung des Branchenverbands von vergangener Woche festgehalten. Eine Beschränkung für den Einsatz von Mitteln der 2. Säule beim Erwerb von Wohneigentum sei dagegen eine Massnahme, die von den Kantonalbanken gut akzeptiert werde. Müller erkennt zudem keine generelle Immobilienblase: «Mit der Ausnahme gewisser Segmente wie etwa den Luxuswohnungen sowie einigen Regionen wie Zürich oder Genf ist der Immobilienmarkt nicht überhitzt», betonte der VSKB-Präsident. Für die derzeitige Situation im Immobilienmarkt seien zudem die tiefen Zinsen und damit die SNB mit ihrer Geldpolitik verantwortlich.

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