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«Unser System ist besser als der Durchschnitt»

«Wir stimmen über alle wichtigen Entscheidungen ab»: Marc Stoffel. Fotos: Daniel Ammann

Ihre Angestellten stimmen jährlich ab, ob Sie der Chef bleiben. Vor kurzem wurden Sie zum dritten Mal gewählt. Gab es einen Wahlkampf?

30 Prozent, das ist nicht wenig. Machen Sie sich jetzt Sorgen?

Was sagen die Kritiker?

Die Mehrheit haben Sie trotzdem hinter sich. Warum?

Was hätten Sie getan, wenn Sie abgewählt worden wären?

«Viele Konzerne verfolgen eine Feedbackkultur, beim Chef hörts aber auf», sagt Marc Stoffel.

Demokratie frisst aber auch Zeit und Geld. Lohnt sich das wirklich?

Warum?

Nur weil ein Chef demokratisch gewählt ist, heisst das nicht, dass Angestellte öfter widersprechen.

Haben sie auch schon falsche Entscheidungen hervorgebracht?

Geben Sie ein Beispiel.

«Jeder Chef muss sich jedes Jahr wieder beweisen.»

Wer gewählt werden will, muss lobbyieren und andere von sich überzeugen. Das fällt Männern oft leichter als Frauen. Ist die Gleichstellung bei Ihnen gefährdet?

Es besteht also die Gefahr, dass nicht die Fähigsten Chef werden, sondern die guten Netzwerker.

Die Angestellten entscheiden auch über Kündigungen. Das ist doch unsozial.

Wie oft passiert es, dass Teams ihre Kollegen rauswerfen?

Ihre ausgefallenen Methoden bringen auch viel Publicity. Wie stark profitieren Sie davon?

Was können Sie als relativ kleine Firma in einem Riesenkonzern mit festen Hierarchien ausrichten?

Sie erzeugen auch Druck: jenen, ständig zu publizieren und zu bewerten. Ersetzen Sie die bisherigen Machtstrukturen einfach durch neue?