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IWF: Griechenland und Frankreich werden Defizitziele verpassen

Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) zweifelt daran, dass die von Schulden geplagten Euroländer Griechenland und Frankreich ihre Ziele zum Defizitabbau in den kommenden Jahren erreichen werden.

Die griechische Gesamtverschuldung werde bis 2017 bei 152,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts liegen, teilte der IWF am Dienstag mit. Im Zusammenhang mit einem 130-Milliarden-Euro-Rettungspaket für Griechenland wurde eine Verschuldung von bloss 137,3 Prozent des BIP vereinbart. Laut diesen Plänen soll Griechenland ab 2014 einen Haushaltsüberschuss von 4,5 Prozent des BIP erwirtschaften, um die Gesamtverschuldung bis 2020 auf 120 Prozent des BIP zu reduzieren. Dem aktuellen IWF-Bericht zufolge ist ein Haushaltsüberschuss nunmehr frühestens 2016 zu erwarten. Düsteres Szenario für Frankreich Ein düsteres Szenario zeichnet der Währungsfonds auch für Frankreich. Das Land werde weder in diesem, noch im kommenden Jahr die Defizitziele erreichen. Weil das Wirtschaftswachstum geringer ausfällt als bislang angenommen, werde das Defizit in diesem Jahr anstelle der von der Regierung veranschlagten 4,5 Prozent voraussichtlich 4,7 Prozent betragen. Auch das Ziel, die Neuverschuldung im kommenden Jahr auf drei Prozent zu drücken, dürfte verfehlt werden: Der IWF rechnet mit einem Defizit von 3,5 Prozent des BIP. Für dieses Jahr prognostiziert der IWF ein Wirtschaftswachstum von nur 0,1 Prozent im Vergleich zu 2011. Im kommenden Jahr dürfte es demnach nur bei 0,4 Prozent liegen und damit halb so hoch wie noch im Juli vorausgesagt. Die Regierung von Frankreichs Staatschef François Hollande hatte im September den Haushalt für 2013 vorgestellt. Mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Umfang von 36,9 Milliarden Euro will er das Haushaltsdefizit auf drei Prozent drücken. Dabei geht Hollande aber von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent aus.

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