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Italiens Verschuldung sinkt leicht - Inflation steigt

Rom Die Bemühungen der Regierung Berlusconi im Kampf gegen Italiens ausufernde Verschuldung zeigen erste Resultate.

Nachdem die Staatsschuld im Juli ein Rekordhoch von 1911,7 Milliarden Euro erreicht hatte, sank sie im August auf 1899 Milliarden, berichtete die Notenbank. Positive Nachrichten erhielt die Regierung auch vom Steueramt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres stiegen die Steuereinnahmen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 2,38 Prozent auf 250,1 Milliarden Euro. Allein im August kassierte der Staat 35,9 Milliarden Euro. Die Inflation ist inzwischen jedoch weiter angestiegen. Gemäss dem italienischen Statistikamt sind die Preise im September auf Jahresbasis um 3 Prozent nach oben geklettert. Dabei wuchsen vor allem die Ausgaben für Treibstoff und Strom ( 5,2 Prozent), Spirituosen und Tabak ( 3,8 Prozent) sowie für Freizeit und Kultur ( 1,4 Prozent). Konsumentenschutzverbände warnen vor der akuten Gefahr einer Stagflation in Italien. «Die Preise steigen, aber die Wirtschaft stagniert», betonte ein Konsumentenschutzverband. Der Verband befürchtet ein weiteres Inflationswachstum im Oktober, da erst in diesem Monat die Auswirkungen der erhöhten Mehrwertsteuer spürbar sein werden. Die italienische Regierung hatte im September die Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent erhöht, um die leeren Staatskassen aufzufüllen.

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