Zum Hauptinhalt springen

Islands Landsbanki beginnt mit Entschädigung der Icesave-Gläubiger Bereits ein Drittel der Schuldansprüche bedient

Reykjavik Die isländische Landsbanki hat mit der Entschädigung der Gläubiger im Zusammenhang mit ihrer bankrotten Online-Bank Icesave begonnen.

Die ersten Teilzahlungen seien von der mit der Abwicklung der Landsbanki beauftragten Kommission überwiesen worden, teilte die Bank am Mittwoch mit. Dabei handle es sich um 432 Milliarden isländische Kronen (rund 3,35 Milliarden Franken) und damit knapp einen Drittel der anerkannten vorrangigen Forderungen. Zu den von der Icesave-Pleite Betroffenen zählen überwiegend Kunden aus den Niederlanden und Grossbritannien. Die Landsbanki war 2008 im Zuge des Zusammenbruchs des isländischen Bankensektors Pleite gegangen, hatte aber im September angekündigt, über ausreichend Gelder für die Rückzahlung der «vorrangigen Forderungen» zu verfügen. Zugleich bliebe ihr dann noch ein Rest von 13 Milliarden Kronen. In zwei Volksabstimmungen 2010 und 2011 hatten die Isländer sich gegen die Entschädigung der Icesave-Gläubiger mit Steuergeldern ausgesprochen. Die Aktiva der Landsbanki sind deshalb die einzigen Mittel, um die Schuldansprüche zu bedienen. Grossbritannien und die Niederlande hatten nach dem Bankrott der Bank rund 340'000 ihrer Bürger selbst mit 3,9 Milliarden Euro für den Verlust ihrer Spareinlagen in der Icesave-Bank entschädigt. Die Bankenpleite hatte das Verhältnis Islands zu Grossbritannien und den Niederlanden und die EU-Beitrittsverhandlungen Islands belastet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch