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Irland verschärft Eigenkapitalregeln für Banken

Dublin Die irische Notenbank will die Eigenkapitalregeln für die Kreditinstitute des hoch verschuldeten Landes noch stärker verschärfen als im Hilfspaket von EU und IWF vorgesehen.

Damit sollten künftig Verluste der Geldhäuser besser aufgefangen werden, teilte die Notenbank am Sonntag mit. Die Quote des sogenannten «harten Kernkapitals» (Core Tier 1) werde auf über zwölf Prozent angehoben. Dabei macht die Notenbank von Institut zu Institut unterschiedlich strenge Vorgaben. Diese Kapitalregeln sollten eine rasche Schrumpfkur der angeschlagenen Banken gewährleisten und die irische Finanzbranche auf sichern Boden stellen, erklärte Notenbankchef Patrick Honohan. Neue Belastungstests für die Banken seien für März geplant. Von dem am Sonntag von den EU-Finanzministern beschlossenen Hilfsprogramm für Irland über 85 Milliarden Euro sollen 35 Milliarden in den maroden Bankensektor fliessen. Zehn Milliarden davon sind für Kapitalaufstockungen vorgesehen. Als Folge dürfte das einst grösste irische Geldhaus Allied Irish Banks faktisch verstaatlicht werden. Auch bei dem neuen Branchenführer Bank of Ireland dürfte es auf einen staatlichen Mehrheitsanteil hinauslaufen. Die Anglo Irish Bank wurde bereits im vergangenen Jahr verstaatlicht.

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