Zum Hauptinhalt springen

Irland erwartet Entgegenkommen der EU bei Zinsen und Banken

Dublin Irland pocht im Streit um die Schuldenkrise unverändert auf ein Entgegenkommen der Europäischen Union.

Der neue irische Ministerpräsident Enda Kenny zeigte sich zuversichtlich, auf dem EU-Gipfel am Monatsende die angestrebte Senkung der Zinsen für Hilfskredite der Union zu erreichen. Bei dem Treffen der 17 Staats- und Regierungschefs der Euro- Länder am Freitag in Brüssel hatte er noch eine Abfuhr erhalten. In einem am Sonntag gesendeten Interview machte Kenny zugleich deutlich, dass sein Land von Brüssel mehr Hilfe im Umgang mit den schwer angeschlagenen heimischen Banken erwartet. Irland will eine ähnliche Behandlung wie Griechenland, das von der EU im Gegenzug für eine Erhöhung der Privatisierungen eine Zinssenkung bekommt. «Es ist nicht nur der Zinssatz, es geht um Flexibilität in anderen Bereichen. Was die Bankenstruktur angeht, brauchen wir ebenfalls Unterstützung», sagte Kenny dem Sender RTE. Irland hat von EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Rettungspaket über 85 Milliarden Euro erhalten. Dafür muss das Land seine Banken einem weiteren Stresstest unterziehen, dessen Ergebnisse zum Monatsende erwartet werden. Es wird befürchtet, dass die Institute deutlich mehr Hilfen brauchen als die bislang erhaltenen Staatsgelder von mehr als 46 Milliarden Euro. Die neue irische Regierung will von der EU mehr Zeit für die Sanierung der Bankenbranche und mehr Hilfe, damit die Geldhäuser die Kapitalanforderungen erfüllen können. Andere EU-Länder stossen sich insbesondere an der niedrigen Unternehmensteuer in Irland. Kenny wollte sich in den Verhandlungen mit seinen Amstkollegen aus den anderen Euro-Ländern nicht auf eube Angleichung der Unternehmenssteuer an die EU verpflichten lassen Daher soll das Land nun bis zum EU-Gipfel am 24. und 25. März Zeit haben, eine Gegenleistung für eine Zinssenkung anzubieten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch