Zum Hauptinhalt springen

Investoren heben Zinsen für spanische Anleihen an

Madrid Zu deutlich schlechteren Konditionen hat sich Spanien einen Tag nach seinem Hilfsantrag frisches Geld an den Kapitalmärkten besorgen können.

Die geforderten Zinsen für drei Monate laufende Papiere verdreifachten sich nahezu, die für sechsmonatige Papiere verdoppelten sich fast. Die spanische Staatskasse nahm bei der Auktion am Dienstag mit 3,1 Milliarden Euro etwas mehr ein als geplant, und die Nachfrage war gross. Die höheren Zinsen sind ein Zeichen dafür, dass die Investoren Angst haben, die Regierung in Madrid könnte sich trotz der internationalen Gelder mit der Unterstützung des Bankensektors überheben. Bei der Auktion am Dienstag musste das hoch verschuldete Land für die Kredite mit einer Laufzeit von drei Monaten 2,36 Prozent Zinsen akzeptieren. Bei der vorangegangenen Auktion derartiger Papiere am 22. Mai waren es noch 0,85 Prozent. Auch die Kosten für sechsmonatige Anleihen verdoppelten sich gegenüber der Auktion Ende Mai fast von 1,7 Prozent auf 3,24 Prozent. Der spanische Hilfsantrag am Montag war seit Wochen erwartet worden und letztlich nur noch eine Formalie. Allerdings verriet Wirtschaftsminister Luis de Guindos bislang nicht, in welcher Höhe die Regierung die internationale Hilfe in Anspruch nehmen will. Die Kreditlinie liegt bei 100 Milliarden Euro. Während die Gelder vor allem den Banken helfen werden, muss die Regierung im Zweifelsfall für die Kredite gerade stehen. Die Angst, dass der ohnehin stark verschuldete spanische Staat auf einem weiteren riesigen Schuldenberg sitzen bleiben könnte, manifestierte sich in den Zinsforderungen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch