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Interesse nach langfristigen Hypotheken lässt nach

Haus- und Wohnungsbesitzer rechnen offensichtlich nicht mit höheren Zinsen.

Die Nachfrage nach kurzfristigen Hypotheken hat darum auch im zweiten Quartal zugenommen, wie aus dem Hypotheken-Barometer des Internetvergleichsdiensts comparis.ch hervorgeht. Die langfristigen Festhypotheken waren zwar auch im zweiten Quartal am meisten gefragt. Doch sei der Anteil mit 58 Prozent um 4 Prozentpunkte rückläufig, schreibt comparis.ch in der Mitteilung vom Dienstag. Der Anteil der zehnjährigen Laufzeiten, die beliebteste Festhypothek, sank um 11 Prozentpunkte auf 42 Prozent. Kurzfristige Hypotheken (ein bis drei Jahre) stiegen dagegen von 7 auf 10 Prozent. Mittelfristige Laufzeiten erhöhten sich von 31 Prozent auf 32 Prozent. Kurzfristige Hypotheken sind günstiger als langfristige. Hypothekarschuldner greifen darum zu langfristigen Hypotheken, wenn sie steigende Zinsen erwarten. «Die anhaltenden Turbulenzen um das Sparpaket in Griechenland und der Kampf um den Euro führen offensichtlich dazu, dass viele Hypothekarschuldner Zweifel an einem baldigen markanten Zinsanstieg haben», wird Martin Scherrer, Bankenexperte bei comparis.ch, zitiert. Aufgrund der Verschiebung ist auch die durchschnittliche Laufzeit gesunken: Sie liegt neu bei 7,3 Jahren, im ersten Quartal waren es noch 7,8 Jahre. Besonders zugelegt hat das Interesse an sogenannten Liborhypotheken mit fester Laufzeit und variablem, tiefem Zinssatz. Die Nachfrage schnellte von 6 auf 9 Prozent hoch. Variable Finanzierungen (offene Laufzeit, variabler Zins) sind ebenfalls beliebter geworden. Der Anteil stieg von zwei auf fünf Prozent. Insgesamt haben sich die Zinsen im Vergleich zum Vorquartal in entgegengesetzter Richtung entwickelt, wie comparis.ch schreibt. Nach einem Anstieg Anfang Jahr sind sie wieder gesunken und haben sich auf dem Niveau vom vergangenen Dezember eingependelt.

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