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Insider: Air Berlin geht zum grössten Teil an Lufthansa

Die Verhandlungen über den Verkauf der insolventen Airline schreiten voran. Nun sind Insiderinformationen an die Öffentlichkeit gelangt.

Insolvenz mitten in der Ferienzeit: Eine Air-Berlin-Maschine am Düsseldorfer Flughafen.
Insolvenz mitten in der Ferienzeit: Eine Air-Berlin-Maschine am Düsseldorfer Flughafen.
Keystone
Die Krankmeldungen der Piloten bringt Air Berlin in eine noch schwierigere Situation: Passagiere warten an einem Serviceschalter. (12. September 2017)
Die Krankmeldungen der Piloten bringt Air Berlin in eine noch schwierigere Situation: Passagiere warten an einem Serviceschalter. (12. September 2017)
Paul Zinken, Keystone
Derzeit gilt die Lufthansa als aussichtsreichster Bieter.
Derzeit gilt die Lufthansa als aussichtsreichster Bieter.
Keystone
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Der Gläubigerausschuss der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat sich einem Bericht zufolge auf exklusive Verhandlungen mit der Lufthansa über den Kauf des Ferienfliegers Niki festgelegt. Die Verhandlungen sollten zunächst bis Mitte Oktober weitergeführt werden und umfassten neben der Niki-Beteiligung weitere Slots und Maschinen von Air Berlin, berichtete die «Wirtschaftswoche» am Donnerstagabend unter Berufung auf das Unternehmensumfeld. Der Kauf von Langstrecken-Flugzeugen von Air Berlin hatte die Lufthansa zuvor bereits ausgeschlossen.

Zusätzlich sei der vorläufige Insolvenz-Sachwalter von Air Berlin von dem Gläubigerausschuss beauftragt worden, mit Easyjet über ein zweites, aber deutlich kleineres Air-Berlin-Paket zu verhandeln, berichtete das Magazin weiter. «Je nach Verlauf der Gespräche könnte noch ein drittes Paket geschnürt werden und an ThomasCook gehen», meldete die «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf «Insider».

Flotte mit 144 Flugzeugen

Air Berlin gab am Abend bekannt, dass die Gläubigerausschüsse getagt und die vorliegenden Bieterangebote erörtert hätten. Die Entscheidung über die Zukunft von Air Berlin soll am Montag verkündet werden. Die Fluggesellschaft hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, am vergangenen Freitag endete die Frist für verbindliche Kaufangebote für Unternehmensteile oder die gesamte Airline.

Mehrere Unternehmen, darunter Lufthansa und der frühere österreichische Rennfahrer Niki Lauda gemeinsam mit Thomas Cook und dessen Tochter Condor, reichten Gebote ein. Eine Offerte soll Medienberichten zufolge auch die British-Airways-Mutter IAG abgegeben haben. Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will Air Berlin als Ganzes übernehmen. Insgesamt umfasst die Flotte von Air Berlin 144 Flugzeuge, darunter 17 Langstreckenflieger.

SDA/woz

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