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Inselstreit mit China setzt Japans Autobranche schwer zu

Peking/Tokio Die Wut der Chinesen über einen Territorialstreit trifft die japanischen Autobauer mit voller Wucht.

Der Absatz von Herstellern wie Toyota, Nissan, Suzuki und Honda brach im September im Reich der Mitte um bis zu rund 50 Prozent ein. Die Chinesen boykottieren seit Mitte September zahlreiche japanische Waren, nachdem das Nachbarland in einem Streit um zwei Inseln im ostchinesischen Meer vorgeprescht war. Tokio hatte die Gebiete von zwei Privatleuten gekauft und damit China brüskiert, das ebenfalls Ansprüche auf die Inseln erhebt. Gewalttätige Ausschreitungen und Boykottaufrufe auf dem Festland waren die Folge. Der Verzicht der Chinesen schlug sich in den Absatzzahlen der Autobauer jenseits des Meeres drastisch nieder. So verkaufte Toyota im vergangenen Monat knapp 49 Prozent weniger Autos als vor Jahresfrist, bei Nissan betrug das Minus gut ein Drittel, bei Suzuki gut 42 Prozent und bei Honda gut 40 Prozent. Für die anderen Ausländer war der September ein glänzender Monat in China. So steigerte BMW seinen Absatz vor Ort um mehr als die Hälfte, Audi um ein Fünftel und die koreanische Hyundai um 15 Prozent.

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