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Industrie Deutsche Industrie startet mit Auftragsminus ins Jahr

Berlin Fehlende Grossaufträge und die sinkende Auslandsnachfrage haben der deutschen Industrie den Jahresauftakt verhagelt.

Die Unternehmen erhielten im Januar überraschend 2,7 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. «Dies war vor allem auf den geringen Umfang an Grossaufträgen zurückzuführen», teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Zudem entwickele sich die Nachfrage aus dem Ausland schwächer als die aus dem Inland. Die Exportaufträge brachen um 5,5 Prozent ein. Während die Bestellungen aus der Euro-Zone nur um 0,4 Prozent nachliessen, ging die Nachfrage aus den anderen Ländern um 8,6 Prozent zurück. Die Währungsunion ist der wichtigste Exportmarkt: Etwa 40 Prozent der deutschen Ausfuhren landen dort. Die Aufträge aus dem Inland zogen dagegen um 0,9 Prozent an. Die Hersteller von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern mussten ein Minus von 5,5 Prozent verkraften. Bei Konsumgütern fiel der Rückgang mit 2,9 Prozent etwas geringer aus. Die Hersteller von Chemikalien und anderen Vorleistungsgütern verbuchten dagegen ein Auftragsplus von 1,9 Prozent. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer rechnen nach zwei Boomjahren für 2012 nur mit einer Stagnation. Die gesamte Wirtschaft dürfte nur leicht um rund 0,5 Prozent wachsen, nach kräftigen drei Prozent 2011.

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