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Holcim-Konkurrent Lafarge mit Gewinneinbruch

Paris Der weltgrösste Zementhersteller Lafarge hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch von 28 Prozent erlitten.

Unter dem Strich hat Lafarg noch 593 Millionen Franken verdient, wie der Zementriese am Freitag bekannt gab. Auch der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr bei Lafarge nur um drei Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Vor allem Abschreibungen auf das Geschäft im kriselnden Griechenland führten zu den Rückgängen, wie weiter bekannt wurde. Sogar noch höhere Wertberichtigungen belasteten auch den Schweizer Branchenzweiten Holcim. Im Schlussquartal 2011 spürte Lafarge aber wieder anziehende Geschäfte: Das Umsatzwachstum beschleunigte sich auf fünf Prozent. Die Zementbranche wird vor allem von den Schwellenländern angetrieben. Lafarge erwartet für dieses Jahr einen Nachfrageanstieg auf dem Weltmarkt um ein bis vier Prozent. Nach dem Gewinneinbruch will verstärkt seinen hohen Schuldenberg abbauen. Dazu kündigte der französische Konzern für 2012 harte Sanierungsschritte an. Geplant sind Geschäftsverkäufe von mehr als einer Milliarde Euro, Einsparungen über mindestens 400 Millionen Euro, eine Deckelung der Investitionen sowie eine Dividendenkürzung. Damit will das Unternehmen, das schlechte Noten von den Ratingagenturen bekommen hat, seine Verbindlichkeiten in den Griff bekommen. Bereits 2011 reduzierte das Management diese um 14 Prozent auf knapp zwölf Milliarden Euro. An der Pariser Börse konnte der Konzern mit seinen Sparplänen und dem Ausblick punkten. Seine Aktie schoss um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Und auch der Schweizer Zementkonzern Holcim hat von den Zahlen profitiert. In einem freundlichen Markt stiegen die Holcim- Titel bis Mittag um 2,8 Prozent.

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