Hoffentlich ansteckend

Noch nicht die ganze Tourismusbranche zieht am selben Strick.

Nicht nur der Jungfrauregion könnte sich Zusammenarbeit mit anderen Tourismusregionen lohnen.

Nicht nur der Jungfrauregion könnte sich Zusammenarbeit mit anderen Tourismusregionen lohnen.

(Bild: Keystone)

Mischa Stünzi

Kooperation ist nicht gerade eine Stärke der Tourismus-Schweiz. Es ist eine zerstückelte Welt voller Gärtchen und Zäune. Seit Jahren heisst es, dass Tourismusbetriebe zusammenarbeiten sollen. Schliesslich erlebt der Gast bei seinem Besuch verschiedenste Unternehmen und verknüpft diese oft zu einem einzigen Erlebnis.

Hotels, Bergbahnen, Restaurants und viele mehr sitzen also im gleichen Boot. Allein deshalb wäre es sinnvoll, wenn sie am selben Strick ziehen und zusammenarbeiten würden. Seit die Branche wegen der Währung zusätzlich unter Druck gekommen ist, ist die Forderung nach Kooperation noch lauter geworden.

Zu einer grossen Welle der Fusionen, Kollaborationen und Partnerschaften ist es bisher nicht gekommen. Umso erfreulicher, dass nun zwei wichtige Vertreter der Branche ihre Gartentür einen Spalt breit öffnen. Besonders bemerkenswert: Es ist wohl das erste Mal, dass eine Destination aus der Schweiz und eine aus Österreich in dieser Form zusammenarbeiten.

Und obwohl die Partnerschaft noch intensiviert werden kann (und wird), hat sie Symbolcharakter. So mancher Hotelier könnte sich denken: Wenn die Jungfraubahnen sogar mit den Österreichern zusammenspannen, würde es sich vielleicht auch für mich lohnen, mit anderen Betrieben aus der Region zusammenzuarbeiten.

Einfach duplizieren lässt sich die gestern vorgestellte Partnerschaft leider nicht. Die Geschäftsführer der beteiligten Unternehmen haben ein besonderes Vertrauensverhältnis zueinander und waren sich an der Präsentation zugetan wie langjährige Freunde. Beweis dafür ist auch, dass hinter der Kooperation kein formeller Vertrag steht.

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation nannte Jungfraubahnchef Urs Kessler aber gleich zu Beginn der Präsentation: «Wir wollen beide vom anderen profitieren.»

Der Bund

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