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Höchste Arbeitslosigkeit in Grossbritannien seit 1994

London Konjunkturschwäche und Rotstiftpolitik haben in Grossbritannien die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit 1994 getrieben.

Die Zahl der Erwerbslosen legte in den Monaten Juni bis August um 114'000 auf 2,57 Millionen zu. Die Arbeitslosigkeit erreichte damit nach den am Mittwoch vorgelegten offiziellen Arbeitsmarkt-Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auch Jobsucher einschliesst, den höchsten Stand seit Oktober 1994. Die Arbeitslosenquote legte leicht auf 8,1 Prozent zu und damit auf den höchsten Wert seit Oktober 1996. Im September stieg die Zahl der Briten, die Arbeitslosenunterstützung beantragten, um 17'500 und damit nicht so stark wie von Analysten erwartet. Diese rechneten mit einem Plus von 25'000. Arbeitsminister Chris Grayling bewertet die jüngsten Daten als «überhaupt nicht positiv». Grossbritannien spüre die Folgen der internationalen Finanzkrise und der Probleme in der Euro-Zone. Zum Abbau des staatlichen Schuldenbergs will die Regierung kräftig sparen und streicht massenhaft Stellen: Schätzungen zufolge werden in den kommenden Jahren mehr als 300'000 staatliche Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen. Auch Experten sehen die Aussichten für den britischen Arbeitsmarkt düster: «Die Wirtschaft wächst einfach nicht stark genug, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten», sagte Ökonom Alan Clarke von Scotia Capital.

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