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HGAA braucht 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital

Wien/Frankfurt Die krisengeschüttelte Staatsbank Hypo Alpe Adria (HGAA) braucht nach Einschätzung der Aufsichtsbehörden mittelfristig 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital.

Dies ergab ein österreichischer Stresstest. Die Bank benötige das zusätzliche Eigenkapital zur Abdeckung von Risiken, teilten ein Sprecher der Österreichischen Nationalbank und die HGAA am Donnerstagabend mit. Die HGAA erklärte, der zusätzliche Kapitalbedarf beziehe sich auf die Lage der Bank Ende 2010. Mittlerweile habe das Institut Risiken abgebaut - was in den Berechnungen nicht berücksichtigt sei. Die HGAA werde weiterhin alles daran setzen, durch die konsequente Fortsetzung des Sanierungs-, Restrukturierungs- und Abbauweges eine substanzielle Verbesserung der Kapitalquoten zu erreichen. Ziel der Bank sei es, die Eigenkapitalvorschriften weitestgehend aus eigener Kraft zu erfüllen. Gelingen soll das über eine massive Schrumpfung: Die HGAA will sich sukzessive von ihrem Österreich und ihrem Italien-Geschäft trennen. Nach einer Sanierung soll auch das verbleibende Geschäft in Zentral- und Osteuropa verkauft werden. Nach Massgabe der Aufseher muss das Institut die vorgegebenen Quoten bereits Ende März 2012 vorweisen. Um die HGAA in der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren, hatte die Republik Österreich sie in einer Notaktion von der BayernLB übernommen, die sich mit dem Kauf der einstigen Kärntner Landesbank verspekuliert hatte. Österreich beziehungsweise das Land Kärnten haften für die Bank noch mit 19,7 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr hat die HGAA zwar zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die dünne Kapitaldecke macht der Bank neben dem schleppenden Aufschwung in Südosteuropa aber zu schaffen. Den EU-weiten Stresstest hätte die HGAA mit einer Kernkapitalquote von derzeit 6,6 Prozent nicht bestanden.

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