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Handel mit Derivaten wird künftig strenger beaufsichtigt

Brüssel Der Handel mit sogenannten Derivaten wird in der EU künftig strenger beaufsichtigt.

Alle Geschäfte mit diesen komplizierten Finanzprodukten müssen ab Ende des Jahres bei zentralen Datenzentren gemeldet und dann veröffentlicht werden, wie die EU-Länder am Mittwoch beschlossen. Dies soll unter der Aufsicht der Europäischen Wertpapier- Aufsichtsbehörde (ESMA) geschehen. Zudem müssen auch Geschäfte mit solchen Derivaten, die bislang nicht an Börsen, sondern direkt zwischen zwei Vertragspartnern gehandelt wurden, über spezielle Vermittlungsstellen abgewickelt werden. Diese Clearingstellen müssen auch einspringen, wenn einer der Handlungspartner nicht zahlen kann. Dadurch sollen die Transparenz erhöht und das Risiko der Derivategeschäfte verringert werden. Derivate sind meist komplizierte Finanzprodukte, die Wetten auf Kursentwicklungen darstellen. Rund 80 Prozent der Derivate-Geschäfte werden ausserhalb von Börsen abgewickelt. Das Europaparlament hatte den neuen Transparenzregeln bereits am Dienstag zugestimmt. Die Europäische Union setzt damit eine Vereinbarung der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G-20) aus dem September 2009 um, die als Reaktion auf die Pleite der US-Grossbank Lehman Brothers und den Beginn der Finanzkrise im Jahr zuvor getroffen wurde.

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