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Der Volksheld, der zur «Geisel eines Landes» wurde

Die Flucht von Carlos Ghosn ist eine spektakuläre Blamage für Japan, sein Auftritt im Libanon eine Abrechnung. Er weiss, wie er Gegner schwächen kann.

Carlos Ghosn präsentiert sich bei einer Medienkonferenz in Beirut als Opfer einer grossen japanischen Verschwörung. Foto: Mohamed Azakir (Reuters)

Carlos Ghosn präsentiert sich bei einer Medienkonferenz in Beirut als Opfer einer grossen japanischen Verschwörung. Foto: Mohamed Azakir (Reuters)

Moritz Baumstieger@baumstieger
Thomas Fromm@SZ

Carlos Ghosn wäre wohl kein echter Manga-Held, wenn er immer noch in seinem Haus in Tokio sitzen würde. Als Gefallener und Geächteter, dem sie Betrug und Veruntreuung vorwerfen, auf Schritt und Tritt beobachtet von Überwachungskameras, Spionen und Aufpassern, nur um darauf zu warten, dass sie ihm irgendwann den Prozess machen und ihn am Ende womöglich wieder in eine dieser kleinen, kalten japanischen Gefängniszellen werfen. Nein, so ein Hausarrest ist nichts für Helden.

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