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Griechenland-Paket auf der Zielgeraden

Athen Die Regierungschefs von Italien, Deutschland und Griechenland sind zunehmend optimistisch, dass das zweite Rettungspaket für Griechenland am Montag geschnürt wird.

Mario Monti, Angela Merkel und Lucas Papademos hätten dies bei einer Telefonkonferenz am Freitag zum Ausdruck gebracht, teilte das Büro Montis mit. Merkel hätte am Freitag zu Gesprächen nach Italien reisen sollen. Sie sagte den Besuch wegen des Rücktritts des deutschen Bundespräsident Christian Wulff kurzfristig ab. Die Zuversicht wächst, dass die Hängepartie rund um das zweite Hilfspaket für Griechenland demnächst ein Ende findet. Regierungsvertreter in Athen versicherten am Freitag, ihr Land habe alle Voraussetzungen erfüllt, damit die Euro-Partner und der IWF am Montag das Programm im Umfang von 130 Milliarden Euro beschliessen könnten. Allerdings sind nach Einschätzung der deutschen Bundesregierung noch einige Details offen. Daran werde voraussichtlich noch bis Sonntagnacht gearbeitet, sagte der Sprecher des deutschen Bundesfinanzministeriums, Martin Kotthaus, am Freitag. Es müsse sichergestellt werden, «dass wir ein Programm abschliessen mit der gebotenen Länge, Dauer und Nachhaltigkeit». Derzeit sei es noch zu früh zu sagen, wie die Entscheidung ausfallen werde. Zusätzliche Kürzungen Die griechische Regierung und die Experten von IWF, EZB und EU- Kommission hatten am Vorabend eine Lösung für die bemängelte Finanzlücke von 325 Millionen Euro im Staatshaushalt gefunden. Sie verabredeten zusätzliche und beschleunigte Kürzungen in einigen Bereichen. Als belastet gilt jedoch die Atmosphäre zwischen Griechenland und dem grössten Geldgeber in der Währungsgemeinschaft, Deutschland. Der griechische Staatspräsident Papoulias warf dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble bekanntlich vor, Griechenland beleidigt zu haben. Viel Skepsis gegenüber den griechischen Zusicherungen herrscht vor allem im Kreise der relativ finanzstarken Euro-Länder. «Das Risiko einer Insolvenz Griechenlands ist nicht vom Tisch», sagte etwa Österreichs Finanzministerin Maria Fekter dem Magazin «Der Spiegel».

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