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Griechenland kaufte in der Krise für eine Milliarde Euro Waffen

Brüssel Griechenland hat mitten in der schwersten Finanzkrise seiner Geschichte Kriegsmaterial im Wert von gut einer Milliarde Euro von anderen EU-Ländern gekauft.

Dies geht aus einem am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Bericht über die Waffenlieferungen von und an EU-Staaten im Jahr 2010 hervor. Demnach war Frankreich mit 876 Millionen Euro der mit Abstand grösste Lieferant militärischer Güter nach Griechenland. Alleine 793 Millionen davon entfielen auf die Lieferung von Kampfflugzeugen. Italien und die Niederlande stehen mit Lieferungen von etwa 53 Millionen Euro auf Platz 2 und 3 der Waffenlieferanten Griechenlands. Auf Platz 4 rangiert Deutschland mit 35,8 Millionen Euro. Die Schweiz exportierte 2010 Kriegsmaterial im Wert von 3,6 Millionen Franken nach Griechenland, wie aus den Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft hervorgeht. 2011 stieg die Zahl auf 5,8 Millionen Franken. Insgesamt erteilten die EU-Staaten im Jahr 2010 Bewilligungen zur Ausfuhr von Waffen und Militärgütern im Wert von 31,7 Milliarden Euro. Frankreich belegte mit 11,1 Milliarden Euro den ersten Platz vor Deutschland (4,7 Milliarden Euro) und Italien (3,2 Milliarden Euro). Der Gesamtwert des von der Schweiz exportierten Kriegsmaterials belief sich 2010 auf 641 Millionen Franken, ein Jahr später erreichte er 873 Millionen Franken.

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