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Gewerkschafter aus Europa demonstrieren in Breslau

Breslau Am Rande eines Treffens der EU- Finanzminister im polnischen Breslau haben am Samstag tausende Gewerkschafter gegen die Sparpolitik in Europa demonstriert.

Sie zogen vom Olympiastadion zur Jahrhunderthalle, dem Tagungsort der Finanzminister. «Ja zur europäischen Solidarität, zur Arbeit und zu Arbeitnehmerrechten» und «Wir fordern das Recht auf würdevolle Arbeit», hiess es auf den Transparenten. Die Organisatoren sprachen von 40'000 Teilnehmern, die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf 10'000. Die Konferenz der EU-Finanzminister war noch vor dem Eintreffen der Demonstranten zu Ende gegangen. «Was für Politiker sind das, die Angst vor Menschen haben», sagte der Chef der polnischen Gewerkschaft «Solidarnosc», Piotr Duda, der Nachrichtenagentur PAP. Er sei enttäuscht, dass sich kein Finanzminister mit den Protestteilnehmern getroffen habe. Frühere Abreise der Minister Zu der Demonstration hatten Gewerkschaften aus ganz Europa aufgerufen. Die Teilnehmer kamen ausser aus Polen vor allem auch aus Ungarn, Tschechien und Deutschland. Nicht dabei waren die belgischen Gewerkschafter: Wegen einer Panne ihres Flugzeugs kam die rund 150- köpfige Gruppe am Samstagmorgen gar nicht aus Brüssel weg, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete. Unter den Finanzministern hatte die angekündigte Demonstration für Verwirrung gesorgt. Die polnische EU-Ratspräsidentschaft hatte die Minister aufgefordert, nach der Tagung sofort ihre Busse zu besteigen und abzureisen. Einige Minister wie die Österreicherin Maria Fekter befolgten den Ratschlag. Dagegen gab der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble noch in aller Ruhe eine Abschluss-Medienkonferenz. Und der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, zeigte sich von der Aufforderung, frühzeitig abzureisen, irritiert. Im Gespräch mit mehreren Journalisten meinte er, er wisse nichts davon, wobei er scherzhaft hinzufügte, wenn er das jetzt höre, werde er gleich gehen.

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