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Gerichtsurteil als neues Luxusgut

Eine laufende Studie zeigt, dass die Zahl der Zivilprozesse im Kanton Zürich seit 2010 um ein Fünftel gesunken ist. Dennoch geht den Gerichten die Arbeit nicht aus. Die Verfahren seien insgesamt aufwendiger geworden.

Am teuersten ist der Zugang zu Justitia im Kanton St. Gallen, gefolgt von Bern, Zürich und Aargau. Foto: Westend 61 (Alamy)
Am teuersten ist der Zugang zu Justitia im Kanton St. Gallen, gefolgt von Bern, Zürich und Aargau. Foto: Westend 61 (Alamy)

Seit dem 1. Januar 2011 gilt in der ganzen Schweiz eine einheitliche Zivilprozessordnung (ZPO). Jetzt hat Isaak Meier, Professor für Zivilprozessrecht an der Universität Zürich, die zahlenmässigen Auswirkungen dieser Neuerung auf den Kanton Zürich erstmals wissenschaftlich untersucht. Sein Resultat: Die Zahl der Klagen vor Zürcher Gerichten ist um rund 20 Prozent gesunken. Während die Zahlen in den drei Jahren vor und nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes jeweils konstant waren, sackten sie von 2010 auf 2011 um rund 2000 ab – von 9892 auf 7920 (siehe Grafik). Demgegenüber gingen die Fallzahlen der Schlichtungs­behörden nur kurzzeitig leicht zurück und bewegen sich heute wieder auf dem alten Niveau. Das geht aus Meiers laufender Studie zur Justizstatistik hervor, die dem TA auszugsweise vorliegt.

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