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Gentinetta: Schweiz darf sich nicht auf Lorbeeren ausruhen

Die Schweizer Wirtschaft steht trotz Schuldenkrise gut da.

Doch die Schweiz dürfe sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, warnte Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Das Problem der hohen Kosten müsse angegangen werden. In der Schweiz habe es eine grosse Anzahl multinationaler Konzerne, sagte Gentinetta am Mittwoch in Genf. In Bezug auf die Kosten wegen dem starken Franken gebe es aber Probleme, sagte Gentinetta mit Blick auf die von mehreren Unternehmen angekündigten Stellen-Auslagerungen. Wegen der schwächelnden Eurozone sei der Franken eine Fluchtwährung geworden, sagte Gentinetta. Dies verteuere die Standorte in der Schweiz. Mit dem Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken habe sich die Situation zwar stabilisiert, für viele Firmen sei die Produktion aber dennoch zu teuer. Erst am Montag hatte die US-Medizinaltechnikfirma Greatbatch angekündigt, aus Kostengründen fast 180 Stellen aus dem Berner Jura in die USA und Mexiko zu verlagern. Ebenfalls um Kosten zu sparen entschloss sich der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono, den Standort Genf zu schliessen. Rund 750 Arbeitsplätze werden ausgelagert, 500 gestrichen. Der Chef des dänischen Industrieverbandes, Karsten Dybvad, rief am Mittwoch in Genf in Erinnerung, dass die Schweiz bezüglich Wettbewerbsfähigkeit an der Spitze der 33 Länder der OECD liege. Dies zeige ein Bericht, den sein Verband letzten Monat publiziert habe. «Aber wenn man die Nummer Eins ist, besteht die Gefahr, dass man nachlässt», mahnte der Däne. Um diese gute Position auch in fünf Jahren noch zu halten, müssten jetzt die richtigen Entscheidungen gefällt werden.

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