Wohin mit dem Münz aus den Ferien?

Auf dem Weg in die Ferien lässt sich ausländisches Geld an den Flughäfen spenden - auch Euro-Vorgänger sind nach wie vor gerne gesehen.

Fremdländische Münzen können nur im jeweiligen Land umgetauscht werden. Spenden ist eine Alternative.

Fremdländische Münzen können nur im jeweiligen Land umgetauscht werden. Spenden ist eine Alternative.

(Bild: Keystone)

Adrian Sulc@adriansulc

Niemand wirft gerne Geld weg. Deshalb lagern landauf, landab in vielen Schubladen ausländische Münzen und Banknoten. Seien es ein paar schwedische Kronen, marokkanische Dirham oder gar noch italienische Lira. Wie wird man diese Münzen eigentlich wieder los, wenn man nie mehr in diese Länder reist - oder die Währung gar nicht mehr existiert? Eine ganze Reihe von Lösungen bietet sich an:

Umtausch:
Banken und Wechselstuben nehmen nur Banknoten entgegen - für den Umtausch ausländischer Münzen muss man ins jeweilige Land fahren. Für eine Handvoll Münzen also kaum eine Option. Wer aber noch grössere Beträge in Euro-Vorgängerwährungen besitzt, für den könnte sich ein Besuch der Notenbank im jeweiligen Land lohnen. Denn in 7 der 19 Euro-Länder können alte Münzen noch umgetauscht werden, und in 13 Ländern werden die Noten der alten Währungen noch ersetzt.

Flughafen Zürich:
Wem der Weg an die jeweiligen Bankschalter zu weit ist, der kann gültige und wertlos gewordene Münzen und Banknoten an den Flughäfen spenden. Am Flughafen Zürich stehen insgesamt elf Spendenkugeln: im Check-in-, im Abflugs- und auch im Ankunftsbereich. Pensionierte Swissair-Mitarbeiter sortieren das gespendete Geld ehrenamtlich und tauschen möglichst viel davon in Schweizer Franken. Der Rest - zum Teil haben die Münzen und Noten noch Sammlerwert - wird an ein spezialisiertes Unternehmen in Deutschland verkauft. Letztes Jahr kamen in den elf Zürcher Spendenkugeln insgesamt 3,5 Tonnen Münzen und Noten zusammen. Damit konnte ein Ertrag von 210 000 Franken erzielt werden, der an das Rote Kreuz Zürich, an SOS-Kinderdorf und an den WWF überwiesen wurde.

Flughafen Basel:
Am Euroairport in Basel-Mülhausen gibt es insgesamt fünf Sammelboxen. Sie sind nur für Passagiere zugänglich, die ankommen oder abfliegen. Die Spenderinnen und Spender können auswählen, wen sie begünstigen wollen: SOS-Kinderdorf, Amnesty International, die Aidshilfe beider Basel oder das Rote Kreuz.

Flughafen Genf:
Am Flughafen Genf ist je eine Sammelbox nach dem Sicherheitscheck und in der Ankunftshalle platziert. Die Erträge fliessen an das Rote Kreuz Genf, wie die Flughafensprecherin auf Anfrage schreibt.

Flughafen Bern-Belp:
Im Belpmoos steht ebenfalls eine Sammelbox für ausländische Münzen und Banknoten bereit. Sie ist nur für abfliegende Passagiere zugänglich. Die Erträge kommen der Stiftung SOS-Kinderdorf zugute.

Im Flugzeug:
Wer zum Beispiel mit der Swiss fliegt, erhält an Bord ein Säcklein, in dem übrig gebliebene Münzen und Noten deponiert werden können. Auch dieses Geld wird von den Swissair-Rentnern sortiert. Die Erträge gehen an SOS-Kinderdorf - vorletztes Jahr waren es gemäss dem Hilfswerk 370'000 Franken. Andere Airlines sammeln für Unicef.

Einschicken:
Die Organisation Petite Suisse im bernischen Oberburg nimmt gesammeltes Münz aus der ganzen Welt entgegen. Die Münzen werden dort nicht selber sortiert, sondern kiloweise an Münzsammler verkauft. Letztes Jahr waren es 112 Kilogramm. Mit dem Erlös finanziert das christliche Hilfswerk Sommerlager für benachteiligte Kinder. Die Adresse: Petite Suisse Kinderhilfe, Emmentalstrasse 234, 3414 Oberburg.

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