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Warum die Chefin der US-Notenbank zögert

Die US-Wirtschaft zieht an, und die Arbeitslosigkeit sinkt. Grund genug, höhere Zinsen anzupeilen. Doch noch ­wartet Notenbankchefin Janet Yellen ab.

Sieht die Notenbank nicht als Schutzpatronin der Finanzmärkte: Notenbank-Chefin Janet Yellen.
Sieht die Notenbank nicht als Schutzpatronin der Finanzmärkte: Notenbank-Chefin Janet Yellen.
Susan Walsh, Keystone

Mit ihrem ersten Auftritt am Gipfel­treffen der vereinten Notenbanker in ­Jackson Hole hat sich Janet Yellen als vorsichtige Hüterin der Geldpolitik etabliert. Obwohl einige Kolleginnen und Kollegen der Federal Reserve für eine raschere Zinserhöhung plädieren, zögert die Chefin noch. Keine der entscheidenden Messgrössen, weder die Arbeits­losigkeit noch die Teuerung oder das Wirtschaftswachstum reichen aus ihrer Sicht aus, eine Zinserhöhung anzupeilen. «Die Aufgabe ist nach der grossen Rezession (von 2008) besonders schwer geworden», sagte sie. Der Wirtschaftseinbruch habe eine «nahezu unvergleichbare» Tiefe erreicht. Deshalb wolle sie weitere Rückmeldungen vom Arbeitsmarkt abwarten.

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