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Versandhäuser ziehen Schweizern das Geld aus der Tasche

Ein Vergleich zeigt Preisunterschiede gegenüber dem Ausland von bis zu 65 Prozent. Ein Versandhaus wendet gar einen Umrechnungskurs von 2 Franken pro Euro an.

Retourenabteilung beim Quelle-Versand: Das Unternehmen macht in der Schweiz «hervorragende Geschäfte». (Archivbild)
Retourenabteilung beim Quelle-Versand: Das Unternehmen macht in der Schweiz «hervorragende Geschäfte». (Archivbild)
Keystone

Seit bald einem Jahr verteidigt die Nationalbank einen Eurokurs von 1.20 – für Versandhändler also Zeit genug, ihre Preise den neuen Verhältnissen anzupassen. Eine Stichprobe bei zwölf Versandhäusern, die sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz aktiv sind, ergibt aber ein düsteres Bild.

Nur fünf bieten ihre Produkte zu Preisen an, bei denen der Schweiz-Aufschlag im akzeptablen Rahmen von maximal 25 Prozent liegt. Das ist etwa die Grenze, die Fachleute im Detailhandel ziehen: Bis zu 25 Prozent Mehrpreis liegen drin und lassen immer noch genug Gewinn zu, wenn man höheren Mieten, Löhne, Werbekosten oder auch Zölle berücksichtigt. Schliesslich ist die Mehrwertsteuer mit 19 Prozent in Deutschland deutlich höher als bei uns, wo nur 8 Prozent anfallen.

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