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US-Zentralbank beendet Anleihenkäufe

In den USA ist eine geldpolitische Ära zu Ende gegangen: Seit 2008 hat die Notenbank rund 3,5 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt. Damit ist jetzt Schluss.

Den Leitzins tastet sie noch nicht an: Fed-Chefin Yellen.
Den Leitzins tastet sie noch nicht an: Fed-Chefin Yellen.
Keystone

Die US-Zentralbank Federal Reserve stellt wie erwartet den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren ein. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der Fed kündigte am Mittwoch nach zweitägiger Sitzung an, die monatlichen Anleihenkäufe von zuletzt 15 Milliarden Dollar zu beenden.

Den Leitzins will die Notenbank allerdings noch «beträchtliche Zeit» auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent halten. Zugleich zeigten sich die Notenbanker aber offener denn je für die erste Zinserhöhung seit rund acht Jahren. Sollten sich die Inflation und der Arbeitsmarkt schneller in Richtung der Fed-Ziele bewegen als momentan abzusehen, werde sich eine Anhebung des Leitzinses «wahrscheinlich schneller ereignen als derzeit erwartet», schrieb die Notenbank. Analysten schätzen, dass die Zinswende Mitte 2015 zu erwarten ist.

Arbeitslosigkeit auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren

Seit 2008 hat die US-Notenbank mit dem Ankauf von Staats- und Hypothekenanleihen rund 3,5 Billionen Dollar in den Wirtschaftskreislauf gepumpt. Damit verfolgte sie das Ziel, die Zinsen zu drücken und die Konjunktur nach der Finanzkrise zu stützen.

Die Fed hat bereits vor Monaten damit angefangen, ihr zur Stützung der Wirtschaft gedachtes Anleihekaufprogramm zurückzufahren und damit etwas weniger Geld in den Markt zu pumpen. Denn in den USA hat die Konjunktur angezogen. Verbraucher und Unternehmen investieren. Die Produktion steigt ebenso wie die Beschäftigung. Die Arbeitslosenrate ist auf 5,9 Prozent gesunken, den niedrigsten Stand seit sechs Jahren.

AFP/AP/ldc

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