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SNB hält an ihrer Geldpolitik fest

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ändert ihren Kurs nicht. Die Zinsen bleiben gleich. Unmittelbar nach dem Entscheid reagiert der Frankenkurs.

Die Zinsen bleiben gleich: SNB-Präsident Thomas Jordan am WEF. (21.1.2015)
Die Zinsen bleiben gleich: SNB-Präsident Thomas Jordan am WEF. (21.1.2015)
Laurent Gillieron, Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrer bisherigen Geldpolitik fest. Die Negativzinsen auf den Giroguthaben der Banken belässt sie bei minus 0,75 Prozent, das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor bleibt zwischen minus 1,25 und minus 0,25 Prozent.

Zudem hielt die SNB erneut fest, dass der Franken überbewertet sei und sich abschwächen sollte, wie sie an einer Telefonkonferenz bekannt gab. Weitere Ausführungen zur geldpolitischen Lagebeurteilung und ihrem Zinsentscheid wird es ab 10 Uhr geben, wenn SNB-Präsident Thomas Jordan in Zürich vor die Medien tritt.

Fürs laufende Jahr rechnet die SNB mit einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft von knapp 1 Prozent. Bei ihrer Prognose gehen die Währungshüter von einem sinkenden Preisniveau im laufenden wie auch im folgenden Jahr aus. Die Inflationsprognose der SNB liegt fürs Jahr 2015 bei minus 1,1 Prozent und fürs Jahr 2016 bei minus 0,5 Prozent.

Nur Minuten nach Zinsentscheid legt der Franken zu

Innerhalb weniger Minuten nach Veröffentlichung des Zinsentscheids hat der Franken zu Euro und Dollar an Wert zugelegt. Bereits kurz zuvor hatte die Landeswährung gegenüber dem Euro gut einen Rappen gewonnen.

Unmittelbar nach der Mitteilung reagierte der Frankenkurs mit einer weiteren Aufwertung. Um 9.45 Uhr kostete ein Euro knapp 1.057 Franken und ein Dollar 0.991 Franken.

In ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung beteuerte die SNB erneut, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu bleiben, um die monetären Rahmenbedingungen zu beeinflussen. Seit der Aufhebung des Euromindestkurses Mitte Januar haben die Schweizer Währungshüter aber – soweit sich das aus den vorliegenden Daten ablesen lässt – keine Devisen mehr gekauft, um den Franken zu schwächen.

Im Communiqué vom Donnerstag schreibt die SNB, dass sie bei der Gestaltung ihrer Geldpolitik weiterhin der Wechselkurssituation und deren Einfluss auf die Inflation und die Wirtschaftsentwicklung Rechnung trage.

SDA/rsz

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