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Pensionskassen müssen besser werden

Der Bund will die Leistungen in der dritten Säule kürzen. Jetzt steigt die Kritik an der Leistung der Pensionkassen.

Für 2009 prüft der Bundesrat eine Mindestverzinsung des Sparkapitals von noch 2 Prozent. Zudem liegt eine Kürzung des Umwandlungssatzes auf 6 Prozent in der Luft. Das liefe auf eine Rentenkürzung von 16 Prozent hinaus, im Vergleich zum Standard, der vor wenigen Jahren galt.

Verantwortlich für die Kürzung ist nicht der aktuelle Crash. Die Pensionskassen befinden sich schon seit Jahren auf dem Minusweg. Dass sie sich noch auf akzeptablem Niveau befinden, ist in erster Linie eine Folge der hohen Beiträge und nicht die Leistung der Pensionskassen. Ihr berühmter dritter Beitragszahler, der Kapitalertrag, liegt im Krankenhaus.

Die Pensionskassen verweisen auf die schlechten Bedingungen an den Finanzmärkten, auf tiefe Zinsen und negative Renditen an den Aktienmärkten. Die Anlagestrategien der Pensionskassen seien aber in Ordnung, und für einen grundsätzlichen Richtungswechsel gebe es keinen Grund, findet Vera Kupper Staub, Anlagechefin der Pensionskasse der Stadt Zürich.

Diese Auffassung gerät unter Beschuss. Der Fehler liege nicht bei den Finanzmärkten, sondern dass sich die Vorsorgeeinrichtungen so sehr auf sie eingeschossen haben. Zudem treten immer mehr Ungereimtheiten in der Kapitalmarkttheorie zutage, auf der die Strategien, Berechnungen und Versprechen der Pensionskassen beruhen. Einer der Kritiker Cuno Pümpin, emeritierter Professor für Managementlehre an der Uni St. Gallen, verlangt von den Pensionskassen mehr Ehrgeiz, mehr Knowhow, mehr Rendite.

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