Zum Hauptinhalt springen

«Jeder fragt sich, ob es ohne die Nationalbank geht»

Der Euro hat gestern zum Franken deutlich zugelegt. Devisenmarkt-Kenner über die Gründe für die plötzliche Franken-Abschwächung.

Der Euro kletterte gestern überraschend auf über 1.04 Franken und notierte heute kurz nach acht Uhr bei 1.051 Franken – so hoch wie seit der Abkehr der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von ihrer Mindestkurspolitik nicht mehr. Die Gründe für den plötzlichen Anstieg sind umstritten. Ob der Franken sich wegen einer SNB-Intervention abschwächt oder ob sich der Euro anders aufwertet, ist noch nicht geklärt.

Der Sarasin-Ökonom Alessandro Bee erkennt keine fundamentalen Gründe für die plötzliche Abschwächung des Frankens. «Die Stimmung an der Börse ist gut», sagt Bee. Dies könnte einen gewissen Einfluss haben. Auch für Thomas Flury, Devisenexperte bei der UBS, ist der plötzliche Kursanstieg ein grosses Rätselraten. «Es gibt keine offensichtlichen Anzeichen dafür, dass die Nationalbank in den letzten Tagen in den Devisenmarkt eingegriffen hat», so Flury. «Jeder fragt sich, ob es mit oder ohne Nationalbank geht.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.