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Frankenstärke kostet die Nationalbank bereits 50 Milliarden

Wegen des starken Frankens wird die SNB im zweiten Quartal rund 20 Milliarden Franken verlieren. Die UBS rechnet für 2015 nicht mit Ausschüttungen an Bund und Kantone.

Der starke Franken fährt der SNB massive Verluste ein. Im zweiten Quartal 2015 sind es 20 Milliarden, im ersten waren es gar 30: Das Logo der SNB.
Der starke Franken fährt der SNB massive Verluste ein. Im zweiten Quartal 2015 sind es 20 Milliarden, im ersten waren es gar 30: Das Logo der SNB.
Peter Klaunzer, Keystone

Der starke Franken drückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) in die tiefroten Zahlen. Nach 30 Milliarden Franken Verlust im ersten Quartal werden es im zweiten Quartal erneut 20 Milliarden Franken sein, im ersten Halbjahr 2015 also 50 Milliarden. Die Kantone gehen gemäss einer Prognose der UBS wahrscheinlich leer aus.

Alle relevanten Wechselkurse, der Goldpreis und die Kurse von Aktien und Anleihen entwickeln sich für die SNB unvorteilhaft, schreibt die UBS in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Nur Dividenden und Zinserträge leisten einen positiven Beitrag. Das Eigenkapital wird weiter schrumpfen und die Eigenkapitalquote fallen.

Im Vorjahr noch Rekordgewinn eingefahren

Gemäss der UBS wird eine Ausschüttung an die Kantone und den Bund durch den momentan starken Franken sogar unwahrscheinlich. Quartalsergebnisse können aber jeweils stark schwanken, denn sie sind überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig.

Im vergangenen Jahr hat die SNB einen Rekordgewinn von 38,3 Milliarden Franken verbucht. Sie hat 2 Milliarden Franken an Bund und Kantone ausgeschüttet. 2013 hatte die SNB zum ersten Mal seit 1907 keine Gewinnausschüttung vorgenommen.

SDA/ofi

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