Der vergessene Banker mit Fussfessel

Jean-Claude Oswald arbeitete als Kundenberater für Geldhäuser in der Westschweiz. Er liebte seinen Beruf. Heute sitzt er in einer stickigen Athener Wohnung.

Jean-Claude Oswald in seinem «Verlies»: Der Akku der Fessel hält nur Stunden. Der Radius beschränkt sich auf die Länge des Kabels. Foto: Angelos Christofilopoulos

Jean-Claude Oswald in seinem «Verlies»: Der Akku der Fessel hält nur Stunden. Der Radius beschränkt sich auf die Länge des Kabels. Foto: Angelos Christofilopoulos

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Jean-Claude Oswald ist gefangen. Er sitzt nicht in einer Zelle fest, sondern in einer Athener 2,5-Zimmer-Wohnung. Eine störungsanfällige GPS-Fussfessel sorgt seit mehr als sieben Monaten dafür, dass er seine vier Wände nicht verlassen kann, ohne dass bei der Athener Polizei ein Alarm losgeht. Oswald steht derzeit unter Hausarrest. Davor sass er 18 Monate in einem düsteren griechischen Gefängnis in Untersuchungshaft. Er war Banker und arbeitete für mehrere Geldhäuser in der Westschweiz. Das wurde ihm zum Verhängnis. Einer seiner Athener Kunden gilt als wichtige Figur in einem gigantischen Schmiergeldskandal, den Griechenland seit mehr als zehn Jahren beschäftigt. Die griechische Justiz glaubt, dass Jean-Claude Oswald mehr war als nur der Kundenberater des Griechen. Er soll selbst eine prägende Rolle in den Machenschaften gespielt haben. Über diesen Vorwurf kann Oswald nur bitter lachen. Wie soll er gewusst haben, was sein Kunde für Geschäfte machte?

Oswalds Abstieg begann in München. Der deutsche Siemens-Konzern schmierte auf der ganzen Welt zahlreiche Beamte und Politiker. Alleine 70 Millionen Euro landeten in den Neunzigerjahren in Griechenland. So sorgte Siemens dafür, dass der lukrative Auftrag für die Modernisierung des griechischen Telecomnetzes beim deutschen Unternehmen landete. Das Geld floss über die Schweizer Konten von zahlreichen Schattenfirmen auf der ganzen Welt. Das System lief damals auf Hochtouren. Es war eine Zeit, als bei Schweizer Banken noch keine Fragen über dubiose Geldflüsse der Kundschaft gestellt wurden. Das Bankgeheimnis schien noch in Stein gemeisselt.

Oswalds Kunde kam eine besondere Rolle im Siemens-System zu. Der Grieche verteilte das Geld an die Empfänger bei Staatsbetrieben und der Politik. Der Fall ist politisch heikel, und die Ermittlungen sind ausufernd. Ein baldiges Ende des Verfahrens ist nicht in Sicht. Das bekommt auch Oswald zu spüren. Er ist der einzige Ausländer vor Gericht. Es scheint so, als ob an ihm ein Exempel statuiert werden soll. Vor ein paar Wochen wurde sein Hausarrest um sechs Monate verlängert. «Meine Lage ist ein Witz», so sein bitteres Fazit. Das Verfahren ist kompliziert. Das Urteil des Gerichts dürfte erst in einem Jahr fallen. Bis dahin wartet er in seiner kleinen Athener Wohnung auf das Ende des Prozesses.

Seine Frau und seine Kinder sieht der 57-Jährige nur selten. Ab und zu bekommt er Besuch von Verwandten aus der Heimat. Kontakt zur Aussenwelt hat er kaum. Ein einstiger Mithäftling bringt ihm freitags Lebensmittel für die ganze Woche vorbei. Verlassen darf er die Wohnung nur, um an der Verhandlung teilzunehmen. Sofern er nicht vergessen geht. Das komme durchaus ab und an vor. «Griechenland liegt nicht in Europa. Es ist irgendwo zwischen Europa und Afrika», sagt Oswald. Die Polizisten kämen mit ihrem eigenen Auto, weil der Polizeiwagen nicht fahre. Pünktlich sei er trotzdem kaum. «Normalerweise bin ich eine Stunde zu spät am Gericht.» Erst einmal sei er rechtzeitig da gewesen, damals sei aber die Dolmetscherin zu spät gekommen; sie war davon ausgegangen, dass er sich verspäten würde.

Ein akribisch geführtes Tagebuch: Oswald schreibt seine Erlebnisse auf. Bild: Angelos Christofilopoulos

Die restliche Zeit verbringt er alleine in seiner Wohnung. Vom Balkon aus sieht er auf ein Fitnesscenter und ein Parkhaus. In seiner Strasse ist wenig los. Das quirlige Leben Athens ist weit weg. Sein Apartment im bürgerlichen Zografou-Viertel erinnert an die erste Bleibe eines Junggesellen. Sie ist spartanisch eingerichtet. Ein Sofa mit aufgedruckten Blumen, ein Bücherregal. Ein Fernseher. Ein Computer. Ein Hometrainer. Dieser ist vor kurzem kaputtgegangen. Hier wartet Oswald, bis der Siemens-Prozess in Griechenland endlich vorbei ist. Verfahren in Deutschland und in der Schweiz sind bereits abgeschlossen.

Viele würden an Ihrer Stelle verzweifeln. Wieso sind Sie noch nicht verrückt geworden?
Ich habe ein striktes Programm. Am Morgen mache ich Yoga oder benutze den Hometrainer. Am Nachmittag schreibe und lese ich. Es ist mein Glück, dass ich so viel lese. Das hilft mir sehr. Alle zwei Monate kommt jemand zu Besuch und bringt mir zwei Dutzend Bücher mit. Am Abend benutze ich Skype. So bin ich beschäftigt.

Was lesen Sie?
Kundera, Pasternak, Camus, Amos Oz, Foucault. Ich habe unterschiedliche Interessen. Auch Fuentes, Bolaño, Tolstoi oder Baudelaire gefallen mir. Viel Philosophie. Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften. Ich habe genügend Wissensdurst, um mich zu beschäftigen. Aber ich kann nicht mehr als sechs Stunden am Tag lesen. Ich meditiere und mache Yoga als Ausgleich.

Wann haben Sie mit Yoga angefangen?
Im Gefängnis. Wahrscheinlich haben die anderen Häftlinge noch nie jemanden Yoga machen sehen. Dort boxen eigentlich alle. Das war lustig. Ich habe meine Yogaübungen gemacht, und um mich herum wurde geboxt . . . Es war das beste Buch, das ich im Gefängnis bekommen habe.

Wie, Buch? Sie haben sich Yoga selbst aus einem Buch beigebracht?
Ja, so ist es. Ich habe Yoga aus dem Buch gelernt.

Die Häuserschluchten von Athen: Der ehemalige Banker bekommt sie nur zu sehen, wenn er zum Gericht gefahren wird. Bild: Angelos Christofilopoulos

Hat das die anderen Insassen interessiert?
Nein. Die anderen haben mich wohl für speziell, vielleicht sogar für verrückt gehalten.

Fernsehen schaut Oswald kaum. Er liest oder hört Radio. Viel Jazz. «Meine Tochter ist Jazzpianistin», sagt er nicht ohne Stolz. Und klassische Musik. «Ich kann mir Zeit nehmen, Musik richtig anzuhören», sagt er. Wer sich die Musik von Keith Jarrett ungestört anhören könne, erlebe etwas Einzigartiges. «Es ist auch ein Glück, so viel Zeit zu haben.»

Ist das das Gute an Ihrer Gefangenschaft?
Auf eine gewisse Weise ist es ein Privileg. Ich habe immer gelesen. Doch so intensiv kam ich noch nie dazu. So ungestört habe ich noch nie Musik gehört.

Oswald ist im Tessin aufgewachsen, den Schweizer Pass hat er aber nicht. Er ist Franzose. «Meine Kinder sind Schweizer, meine Mutter und mein Bruder auch», sagt er. Es seien wohl romantische Motive, wieso er seinen französischen Pass behalten habe. Er mag die europäische Idee. «Mein Name klingt deutsch, ich bin ein Stück weit Franzose, in der Kindheit haben wir Italienisch gesprochen. Ich habe mich nie um meine Nationalität gekümmert.» Einen Groll hegt er gegen seine zweite Heimat nicht: Die französischen Behörden haben gut für ihn gesorgt – oder es zumindest versucht.

Was würden Sie tun, wenn Sie keinen Hausarrest mehr hätten?
Ich weiss es nicht. Mein Problem ist, dass ich Geld brauche. Ich müsste eine Beschäftigung suchen. Man kann nicht ohne ein Einkommen leben. Ich muss etwas arbeiten. Vielleicht könnte ich Französisch unterrichten. Ich kann die Menschen nicht verstehen, die mir das nicht erlauben. Niemand interessiert sich für meine Situation.

Unterstützt Sie Ihre Familie finanziell?
Natürlich. Ich bin pleite. Ich habe eine Familie mit drei Kindern. Nach zwei Jahren ohne Arbeit habe ich kein Geld mehr. Ich lebe von 50 Euro die Woche. Die Familie hat mir auch Geld ins Gefängnis gebracht. Ich muss für alles selber aufkommen. Die Wohnung, die Gerichtskosten . . .

Die Miete bezahlen Sie selber, obwohl Sie nicht freiwillig hier sind?
Sogar die GPS-Fussfessel muss ich bezahlen. Sie kostet 15 Euro pro Tag.

Die Klingel läutet. Ein Mann steht vor der Tür und fragt Oswald auf Englisch nach seinem Namen und ob er Griechisch spreche. Oswald gibt sich zu erkennen und sagt Nein. Der Besucher hat ein Schreiben vom Gericht. Oswald unterschreibt einen Beleg und erhält den Brief. Der ehemalige Banker versteht kaum Griechisch. Er kann daher auch die Dokumente nicht lesen. Beim neusten Schreiben handelt es sich um eine Vorladung für einen Gerichtstermin. Er soll drei Tage später vor dem Richter erscheinen. Es gehe darum, ob er weiter die Fussfessel tragen muss. Mit der Vorladung gibt es zwei Probleme: Er weiss nicht, ob die Polizei über den neuen Termin im Bild ist und ihn abholt. Zudem läuft gleichzeitig die Hauptverhandlung weiter. Er kann nicht an beiden Orten gleichzeitig sein. Die Verwirrung wird zwar später geklärt, doch Oswalds Hoffnung währt nur kurz: Die Fussfessel bleibt dran.

Im Athener Gefängnis gibt es alles, Drogen oder Pizza. 

Oswalds Martyrium begann vor zwei Jahren. Damals fühlte er sich über Monate hinweg nicht wohl. Eine Operation hatte ihn ziemlich mitgenommen. Seine Tochter schlug ihm daher eine Kur an der Wärme vor. Für zwei Wochen fuhr er nach Thailand. Das tat ihm gut. Doch auf der Rückreise wurde er bei einer Zwischenlandung in Dubai festgenommen. Griechenland liess international nach ihm fahnden. Die Bilder gingen um die Welt: ein Schweizer Banker in Haft. Sechs Wochen verbrachte er im Wüstenstaat im Gefängnis.

Wie war es dort?
Es ist die andere Seite der glitzernden Fassade. Die Menschen im Gefängnis werden schlecht behandelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ein Ausländer ist oder nicht. Ich hatte keinen Kontakt zu einem Anwalt, und das französische Konsulat brauchte drei Wochen, bis sie mich besuchen konnten. Dabei gilt es noch als das beste Gefängnis in jenem Teil der Welt. Die ersten fünf Tage habe ich zusammen mit zehn anderen Häftlingen in der Zelle auf dem Boden geschlafen. Eine Dusche gab es nicht. Manchmal durften wir in einer Woche nur eine Stunde an die frische Luft. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es noch schlimmer geht.

Wurde es denn schlimmer?
In Griechenland landete ich in einem kleinen Gefängnis namens Metagogon. Sie können sich so einen Ort nicht vorstellen. Die Betten waren aus Stein. Es gab keine Fenster – weil es keine Wände gab. Die Bettlaken waren nicht zu benutzen, weil sie voller Insekten waren. Die Duschen waren voll Scheisse. Es ist nicht vorstellbar, dass die menschliche Würde so missachtet wird. Ich war fünf Tage lang da. Es war wie in der Hölle.

Wurden Sie schlecht behandelt?
Nein. Die Wärter waren nett. Sie verdienen aber kaum etwas. Das macht sie anfällig für Korruption. Sie wirken sogar noch verlorener als die Insassen. Es ist manchmal schwer, sie von den Gefangenen zu unterscheiden, so schlecht sind sie gekleidet.

Danach kamen Sie nach Korydallos, das grösste griechische Gefängnis. Es hat einen sehr schlechten Ruf.
Ich war 18 Monate da. In verschiedenen Zellen. Zuerst in einer relativ kleinen Zelle, wo wir zu zehnt waren. Danach kam ich in eine grössere, da waren wir immer noch zu zehnt. Darauf folgte eine Viererzelle, dann wieder eine für acht Insassen und zum Schluss wieder eine Viererzelle. Es fehlte am Grundlegendsten: Man sollte Bettwäsche erhalten. Die gab es nicht. Man sollte seine Kleider waschen können. Ging nicht. Man sollte Sport treiben können. War nicht möglich. Kulturelle Aktivitäten. Gab es nicht. Immerhin durfte ich nach sechs Monaten in die Truppe, die den Boden wischte.

In einem griechischen Gefängnis drehe sich alles um Korruption, beschreibt Oswald. Es gebe alles, wenn man bezahle. Bessere Zellen. Drogen. Alkohol. Telefone. Essen. Einige Häftlinge hätten sich um Mitternacht gar eine Pizza liefern lassen.

Wie viel kostet ein Smartphone im Gefängnis?
Alles hat seinen Preis. Das neuste Samsung-Smartphone kostet drinnen 1000 Euro. Man kann aber auch ein einfaches Handy für 150 Euro haben. Es ist eine freie Planwirtschaft.

Wie meinen Sie das?
Die Gefängnismitarbeiter schaffen Smartphones in die Anstalt und handeln mit ihnen. Irgendwann sind zu viele Handys im Gefängnis, dadurch sinken die Preise. Prompt gibt es eine Razzia. Alle Handys werden eingesammelt. Einmal gab es eine Razzia im Gefängnis, bei der 1200 Liter Alkohol gefunden wurden. Die Durchsuchung fand zwei Wochen vor Weihnachten statt. Wieso? So stieg der Preis für eine Flasche Schnaps von 80 auf 120 Euro. Ich habe in dieser Zeit viel über Korruption gelernt.

Oswald wuchs am Lago Maggiore auf. Er ging in Muralto in die Schule, machte in Lugano die Matur. Er studierte in Bologna und Genf Politikwissenschaften. In Genf arbeitete er an der Universität. Danach lockte die Finanzbranche. Er stieg bei der UBS ein und arbeitete später für mehrere Banken und Vermögensverwalter auf dem Genfer Finanzplatz, auch für die Schweizer Niederlassung der deutschen Dresdner Bank, die im Siemens-Skandal eine Rolle spielte. Dort arbeitete er in den Nullerjahren. Es war die Zeit, als die Schweizer Banken viel Geld verdienten. Das Bankgeheimnis galt uneingeschränkt. Kritik daran gab es kaum. Als der Privatbankier Hans J. Bär 2004 schrieb, es mache die Schweiz «fett und impotent», galt er als Nestbeschmutzer. Der Steuerkrieg mit den USA und das Ende des Bankgeheimnisses waren nicht abzusehen.

Waren Sie gerne Banker?
Ja, natürlich. Privatebanker ist ein grossartiger Job. Durch meinen Beruf habe ich einflussreiche und faszinierende Menschen kennen gelernt. Ich bin auf der ganzen Welt herumgekommen. Beim Private Banking geht es darum, Menschen kennen zu lernen: Wie gehen sie mit Erfolg um? Wie mit Gier? Das sind oft erfolgreiche Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben. Sie kamen aus dem Nichts. Heute geht das nicht mehr. Die Mitarbeiter werden von der Bank viel strenger überwacht.

Haben Sie Geschäfte gemacht, die Sie heute nicht mehr machen würden?
Nein.

Sicher?
Heute stellt sich die Frage nicht mehr, ob es richtig oder falsch war, sondern es geht darum, wie ein Land die Situation so falsch einschätzen konnte. Wir waren alle involviert. Begriffe wie aktive und nicht aktive Hilfe zur Steuerhinterziehung waren Alltagssprache. Jeder Schweizer hat eine Situation akzeptiert, die nicht akzeptabel war. Wir steckten tief drin und haben nicht darüber nachgedacht. Die Schweiz hat sich verloren und hat verloren.

Wieso ist das passiert?
Das ist eine gute Frage. Die Schweizer Banken haben jahrzehntelang ein gutes Leben gehabt. Das wird es so nicht mehr geben. Ich bin Tessiner. In Lugano hat es früher Gold geregnet, aber wir waren nicht in der Lage, damit etwas Schlaues anzustellen. Wir haben den Kopf verloren.

Sie sind wohl der Schweizer Banker, der am härtesten bestraft wurde. Wieso?
Weil ich der Justiz nichts zu geben habe. Ich kenne keine Namen. Und über Korruption weiss ich erst seit meiner Haft Bescheid.

Ist das der Preis, den Sie bezahlen?
Es ist das Erste, was mir gesagt wurde: Gib uns die Namen, und du kannst gehen. Sie haben mir auch Listen mit Namen vorgelegt, die ich nur hätte unterzeichnen sollen. Das habe ich nicht gemacht. Im Gefängnis habe ich oft darüber nachgedacht, welche Moral mir noch bleibt, wenn die Welt um mich komplett unmoralisch ist.

Ein griechisches Bonmot beschreibt die Absurdität der Bürokratie: Ein Grieche muss jeden Tag von neuem beweisen, dass er kein Elefant ist. Griechen wissen, wie sie damit umgehen müssen. Ausländer wie Oswald nicht. Seine Fussfessel funktioniert oft nicht. Dann klingelt sein Telefon. Am Apparat ist die Polizei, die ihn darum bittet, das Bein zu bewegen, damit sich das Gerät wieder einschaltet.

Was machen Sie, wenn die Sache vorbei ist?
Was bleibt, wenn man sozial und beruflich zerstört wurde? Zuerst einmal hatte ich grosses Glück. Ich habe viel mehr Freunde als früher. Zu vielen, die ich aus den Augen verloren habe, habe ich wieder Kontakt. Ich weiss auch, dass ich nie mehr in einer Bank arbeiten werde. Ich beteilige mich an einigen Projekten. So werden Führer für Blinde gesucht. Das ist etwas, das mich interessieren würde, wenn ich wieder in der Schweiz bin. Vielleicht kann ich etwas mit Jugendlichen unternehmen. Zudem finde ich die Landwirtschaft spannend.

Das klingt bescheiden.
Mein Vorteil ist, dass ich zwar Banker war, aber mich nie für Geld interessiert habe. Ich hatte nie einen teuren Lebensstil und habe mein Geld für die Ausbildung meiner Kinder ausgegeben. Wenn ich Bücher und Musik kaufen kann, reicht mir das. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.08.2017, 19:15 Uhr

Artikel zum Thema

Jeder vierte Schweizer hält Manager für korrupt

SonntagsZeitung Wirtschaftsvertreter schneiden viel schlechter ab als Politiker und Beamte. Mehr...

Online die Korruption beim Bund bekämpfen

Whistleblower können jetzt im Internet auf Missstände hinweisen. Die Bundesverwaltung erhofft sich 30 Prozent mehr Meldungen. Mehr...

Mehr Korruptionsfälle beschäftigen die Finma

Die Finanzaufsicht kümmerte sich 2016 um mehr als doppelt so viele Geldwäschereifälle wie 2015. Dabei fällt die internationale Korruption immer stärker ins Gewicht. Mehr...

In Zahlen Schmiergeld bei Siemens

2 500 000 000

Der deutsche Industriekonzern Siemens soll zwischen 1997 und 2006 weltweit rund 1,3 Milliarden Euro für Schmiergeldzahlungen aufgewendet haben. Die Aufarbeitung des Skandals kostete die Firma 2,5 Milliarden Euro.

1

Ein Treuhänder wurde in der Schweiz für die Verwicklung in den Skandal verurteilt. Fünf Verfahren wurden eingestellt, nachdem die Beschuldigten eine Wiedergutmachung an eine gemeinnützige Organisation bezahlten.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Newsletter

Jeden Morgen. Montag bis Samstag.

Die besten Beiträge aus der «Bund»-Redaktion. Jetzt den neuen kostenlosen Newsletter entdecken!

Kommentare

Blogs

KulturStattBern Bern auf Probe: Jodelbekehrung
Zum Runden Leder Oha Lätz (MCMVIII)
Sweet Home So geht Eleganz

Werbung

Kulturell interessiert?

Bizarre Musikgenres, Blick in Bücherkisten und das ganze Theater. Alles damit Sie am Puls der Zeit bleiben.

Die Welt in Bildern

Wagemutig: Der 95-jährige Kriegsveteran Thomas Norwood landet nach einem Tandemsprung in Suffolk, Virginia, USA (15. Oktober 2017).
(Bild: Vicki Cronis-Nohe) Mehr...