Big Business mit der Hochzeit des Jahres

London macht sich für die Vermählung von Prinz Harry und Meghan Markle bereit. Eine Party, die richtig gross werden soll.

Wie genau soll das werden, Harry und Meghan? Ende November gaben die beiden Verlobten ihr erstes gemeinsames Interview.
Video: Tamedia-Webvideo/Agentur

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Die Verlobung von Prinz Harry und der US-Schauspielerin Meghan Markle war kaum bekannt gegeben, da hatte der britische Keramikhersteller Emma Bridgewater bereits mit der Produktion von «Harry and Meghan»-Tassen angefangen. Innerhalb von 24 Stunden war die erste Charge von rund 1000 Tassen, je für 20 Pfund (rund 26 Franken) erhältlich, ausverkauft.

Bis zur Royal Wedding im Mai 2018 ist es zwar noch eine Weile hin. Die Merchandise-Industrie läuft aber bereits jetzt auf Hochtouren. Auf Amazon kann man Bücher mit dem Titel: «Harry & Meghan: A Royal Engagement» oder «Harry & Meghan: The Love Story» kaufen. Es gibt Kalender, Kuchendekorationen mit Harry-&-Meghan-Logo, T-Shirts und Pappaufsteller mit Prince Harry und Meghan Markle in Lebensgrösse.

US-Markt im Visier

Fanartikel-Hersteller machen bei dieser Hochzeit nicht bei den Briten Halt. Weil die designierte Prinzessin Meghan Markle Amerikanerin ist, haben es einige auf den US-Markt abgesehen. Der Porzellanhersteller Royal Crown Derby etwa will seine Produkte auch bei den US-Einkaufstempeln Bloomingdale’s oder Bergdorf Goodman verkaufen.

Denn mit Royals lässt sich gut Geld machen. Rund 1,8 Milliarden Pfund (2,38 Milliarden Franken) brachte die Royal Family der britischen Volkswirtschaft in diesem Jahr ein. Rund 550 Millionen Pfund davon stammen laut der Beratungsfirma Brand Finance vom Tourismus. Die Firma berechnet, dass Menschen, die zu Prince Harrys Hochzeit anreisen werden, der Wirtschaft im nächsten Jahr zusätzliche 500 Millionen Pfund einbringen werden.

Tour durch Harrys Nachtclubs

Reiseveranstalter bereiten sich entsprechend auf den grossen Tag vor. Die Firma British Tours arbeitet an möglichen königlichen Rundgängen, berichtet die «New York Times». Diese könnten laut einer Mitarbeiterin in Edelclubs führen, wo Prince Harry in seinen jüngeren Jahren viel Zeit verbrachte. British Tours hat bereits eine «Kate and William Tour» im Sortiment. Auf dieser besuchen Teilnehmer unter anderem die Kirche, in der Will und Kate sich das Jawort gaben, den Juwelier, von dem die Verlobungsringe der beiden stammten, und den früheren Arbeitsort von Kate.

Bilder: Die nächste royale Hochzeit in Sicht

Damit Schaulustige bei der Hochzeit des jüngeren Royals Harry dabei sein können, setzen Anbieter seit der Verlobungsmeldung alles in Bewegung. Die Luxusreisefirma Noteworthy sucht passende Locations nahe der St. George’s Chapel in Windsor Castle, in der die Trauung stattfinden soll. Hier sollen Interessierte zumindest aus der Ferne einen Blick auf das Brautpaar erhaschen können.

500 Pfund, um Hochzeit zu beobachten

Ähnlich sah es bereits bei der Hochzeit von Prince William aus: Damals mietete die Firma ein Gebäude gegenüber der Kirche Westminster Abbey. 80 Gäste zahlten je 500 Pfund, um das Paar in die Kirche und wieder hinauslaufen zu sehen.

Ohnehin war der Hochzeitswahnsinn bereits 2011, als Prince William seiner Kate das Jawort gab, enorm. Das Kaufhaus Fortnum & Mason verkaufte einen Hochzeitstee aus Kenia – dem Ort, an dem William den Antrag stellte. Die Pizzakette Papa John’s stellte Pizza mit dem Gesicht des Paares her. Auch für jedes der royalen Babys werden Tassen, T-Shirts und Figuren hergestellt.


Video: Harry und Obama

Eine Entweder-Oder-Runde mit dem Ex-Präsidenten der USA.


(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.12.2017, 15:34 Uhr

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