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Geithner fordert «starke Brandmauer» gegen Euro-Krise US-Finanzminister zu Gesprächen in Paris

Paris US-Finanzminister Timothy Geithner hat eine «möglichst hohe Brandmauer» gegen eine Ausbreitung der Euro-Krise gefordert.

Nach einem Treffen mit dem französischen Finanzminister François Baroin am Mittwoch in Paris sagte Geithner, er wolle sicher sein, dass eine «möglichst starke Brandmauer» errichtet werde. Damit solle eine Ansteckung anderer Länder in der Krise verhindert werden. Baroin hob dabei die Absicht hervor, den dauerhaften europäischen Stabilitätsmechanismus ESM bereits 2012 und damit ein Jahr früher in Kraft treten zu lassen. Baroin verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine stärkere Einbindung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und eine zeitweise Erhöhung der IWF-Mittel. Die USA lehnen einen höhere Beteiligung an den IWF-Geldern ab; im Gespräch sind daher bilaterale freiwillige Einzahlungen von europäischen Staaten und Schwellenländern beim IWF. Geithner bekräftigte zudem, dass er Vertrauen in die jüngsten Anstrengungen der Euro-Länder zur Beilegung der Schuldenkrise habe. «Ich bin zuversichtlich, dass sie Erfolg haben werden», sagte er. Der US-Finanzminister hatte bereits am Dienstag bei einem Besuch in Berlin die aktuellen Pläne in der Euro-Zone gelobt. Er nahm dabei Bezug auf das Reformpaket der italienischen Regierung, auf Sparzusagen in Spanien und Griechenland sowie auf Bemühungen zur Schaffung eines «Fiskalpakts». In Paris hob Geithner erneut hervor, wie wichtig es für die USA und die gesamte Weltwirtschaft sei, dass eine Stabilisierung der Euro-Zone gelinge. Geithner will am Mittwoch in Paris auch den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy treffen und danach nach Marseille weiterreisen, wo ein Gespräch mit dem neuen spanischen Regierungschef Mariano Rajoy vorgesehen ist. Am Donnerstag will er sich in Italien mit Ministerpräsident Mario Monti austauschen.

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