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GAM wegen Abschreibungen nur mit kleinem Halbjahresgewinn

Die Vermögensverwaltungsgruppe GAM hat in der ersten Jahreshälfte wegen Abschreibungen gerade noch einen Reingewinn von 2,4 Millionen

Fr. geschrieben. 2010 hatte die ehemalige Tochter der Bank Julius Bär noch einen Halbjahresgewinn von 106,3 Millionen Franken erzielt. GAM musste nach eigenen Angaben den Buchwert der Restbeteiligung an der nun an der Börse kotierten, früheren US-Tochtergesellschaft Artio Global Investors um 92,2 Millionen Fr. nach unten anpassen. Ohne diesen und einen weiteren Abschreiber würde sich der Reingewinn auf 100,4 Millionen Fr. belaufen, wie am Dienstag aus einem Communiqué hervorging. Infolge der Aufwertung des Schweizer Frankens sind im ersten Halbjahr die von der GAM Holding verwalteten Vermögen zurückgegangen. Ende Juni beliefen sich die Kundenvermögen auf 113,5 Milliarden Franken, was gegenüber Ende 2010 einem Rückgang von 4 Prozent entspricht. Allerdings wird ein Grossteil der Konti und Depots in US- Dollar, Euro und teilweise auch Pfund geführt. In diesen Währungen gerechnet wären die verwalteten Kundenvermögen sogar leicht angestiegen. Der Zufluss neuer Kundengelder fiel von Januar bis Juni mit netto 0,6 Milliarden Fr. aber dennoch deutlich tiefer aus als 2010. Damals hatte GAM in der ersten Jahreshälfte 5,6 Milliarden Franken, in der zweiten Jahreshälfte 2,4 Milliarden Fr. neue Kundengelder anziehen können. Die Vermögensverwaltungsgruppe führt diese Entwicklung auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Angst vor einer weiteren Rezession zurück. Diese sorgten bei Anlegern für Unsicherheit und bremsten deren Investitionstätigkeit, so GAM.

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