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G20 sollen gegen Preisschwankungen auf Agrarmärkten vorgehen

Berlin Die Agrarminister von 48 Ländern haben die zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) zu Massnahmen gegen Spekulationen mit Agrarrohstoffen aufgefordert.

Die Minister verabschiedeten am Samstag in Berlin ein Kommunique, in dem vor einer Gefahr für die internationalen Agrarmärkte durch Preisschwankungen und Spekulationen gewarnt wird. Die G20-Staaten werden aufgerufen, die Funktionsfähigkeit der Agrarmärkte zu stärken, die Markttransparenz zu verbessern und gegen Preismanipulationen vorzugehen. «Das ist ein Auftakt für weitere Diskussionen zwischen den Mitgliedstaaten der G20», sagte der französische Agrarminister Bruno Lemaire bei der Entgegennahme des Kommuniques. Er hoffe, dass bis Ende 2011 konkrete Lösungen gefunden würden. Frankreich hat in diesem Jahr die G20-Präsidentschaft inne und hat bereits die Agrarpolitik als einen Schwerpunkt benannt. Die Frage der Preisschwankungen sei von grosser Bedeutung für Landwirte und Konsumenten weltweit. «Wir müssen diese Preisvolatilität bekämpfen», sagte Lemaire. Die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte: «Wir finden es sehr wichtig, dass die Welternährung auch in den internationalen Prozessen eine wichtige Rolle spielt.» Im vergangenen Jahr waren die Preise für einige Agrarprodukte exzessiv gestiegen. So hatten sich vergangenen Sommer die Weizenpreise um 40 Prozent verteuert, weil Russland nach einer schlechten Ernte einen Exportstopp verhängt hatte. Im vergangenen Jahr waren auch die Preise für Kakao massiv gestiegen. Europäische Schokoladenhersteller hatten erklärt, Ursache seien massive Investitionen im Termin-Markt für Kakao gewesen.

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