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Frankenstärke Breite Unterstützung für jüngste Massnahmen der Nationalbank

Bei Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden stösst die jüngste Ankündigung der Nationalbank auf ähnlich positives Echo wie die Massnahmen in den Wochen zuvor.

Die Nationalbank anerkenne damit, dass die Frankenstärke ein grosses Problem sei, lobte der Schweizerische Gewerkschaftsbunds (SGB). SGB-Chefökonom Daniel Lampart äusserte am Mittwoch allerdings Zweifel an der Wirksamkeit der Massnahmen. «Unserer Ansicht nach führt kein Weg an der expliziten Formulierung einer Wechselkursuntergrenze vorbei», sagte Lampart. Eine Untergrenze des Euro-Kurses von 1,40 Franken war eine der Forderungen, welche die Gewerkschaften am Dienstag mit einer Demonstration vor dem Gebäude der Nationalbank an die Währungshüter gerichtet hatten. «Ein solches Kursziel ist illusorisch und würde ein grosses Risiko darstellen», kritisierte Rudolf Minsch, Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Grundsätzlich würde aber auch sein Verband die Festsetzung eines Wechselkursziels unterstützen. Die jüngsten Massnahmen der SNB seien richtig, erklärte Minsch. «Die Überbewertung hat ein Ausmass angenommen, das die Wirtschaft erheblich schädigt.» Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) begrüsste in einer Stellungnahme die angekündigten Massnahmen. Die Nationalbank setze damit die richtigen Signale gegen Währungsspekulationen. Auch Swissmem, der Verband der Maschinen, Elektro- und Metallindustrie, zeigte sich erfreut darüber, dass die SNB handelt. Allerdings bleibe die Situation ernst, sagte Swissmem-Sprecher Ivo Zimmermann. «Wenn der Kurs auf dem aktuellen Niveau bleibt, wird das weitreichende Konsequenzen für die Schweizer Industrie haben», warnte er.

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