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Finanzminister: Griechenland muss Staatspleite verhindern

Athen Das krisengeschüttelte Griechenland muss nach Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos harte Entscheidungen treffen, um in der Eurozone zu bleiben und eine Staatspleite zu vermeiden.

«Wir müssen die Haushaltsziele für 2011 und 2012 vollständig erfüllen», sagte Venizelos am Sonntag nach einer Kabinettssitzung. Die Minister hätten vor der Telefonkonferenz mit den Inspektoren von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Montag die notwendigen Schritte skizziert. Venizelos soll zu Wochenbeginn darlegen, wie Griechenland seine Finanzprobleme in den Griff bekommen will. Nach der telefonischen Unterredung werde das Kabinett wieder zusammenkommen und die politischen Massnahmen spezifizieren, ergänzte er. Der Finanzminister nannte keine konkreten Sparmassnahmen. Er sagte lediglich, dass sich die Haushaltspolitik im kommenden Jahr stärker auf Ausgabenkürzungen konzentrieren werde als auf eine Erhöhung der Einnahmen. Im Vorfeld der Kabinettssitzung hatte ein Vertreter der Athener Regierung gesagt, dass es bei dem Treffen am Sonntag um zusätzliche Massnahmen wie Entlassungen im öffentlichen Dienst oder stärkere Rentenkürzungen gehe. Von den Sparplänen machen EU und IWF abhängig, ob sie die nächste, von Griechenland dringend benötigte Hilfstranche auszahlen. Ohne die Tranche über acht Milliarden Euro droht Griechenland die Pleite. Angesichts der sich verschärfenden Krise hatte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Samstag seine USA-Reise abgesagt.

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