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Fast jeder Zweite kann sich die Arbeit selber einteilen

Flexible Arbeitsmodelle sind auf dem Vormarsch. Das zeigt die neuste Arbeitskräfteerhebung.

Fixe Arbeitszeiten gibt es immer weniger: Arbeitszeiterfassung in einem KMU in Windisch AG (Archivbild).
Fixe Arbeitszeiten gibt es immer weniger: Arbeitszeiterfassung in einem KMU in Windisch AG (Archivbild).
Gaetan Bally, Keystone

Im Jahr 2014 hatte fast jeder zweite Arbeitnehmende flexible Arbeitszeiten. Das zeigt die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik. 44,6 Prozent der Beschäftigten hatten Wochen-, Monats- oder Jahresarbeitszeiten oder gar keine formalen Vorgaben. Diese flexiblen Modelle sind auf dem Vormarsch: Vor zehn Jahren lag der Wert noch bei 41,7 Prozent.

Männer profitieren häufiger von freien Arbeitszeiten als Frauen (51,1 Prozent gegenüber 37,6 Prozent). Auch die Bildungsstufe hat einen grossen Einfluss: Arbeitnehmende mit einem Hochschulabschluss oder höherer Berufsbildung haben fast dreieinhalbmal häufiger flexible Arbeitszeiten als jene ohne nachobligatorische Ausbildung (62,3 Prozent gegenüber 17,9 Prozent).

So hat sich der Arbeitsmarkt verändert: Flexible Arbeitsmodelle nehmen zu (Quelle: BFS).
So hat sich der Arbeitsmarkt verändert: Flexible Arbeitsmodelle nehmen zu (Quelle: BFS).

Die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts zeigt sich auch bei der Teilzeitarbeit: Der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen ist von 31,7 Prozent im Jahr 2004 auf 36 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. Nach wie vor sind die Frauen dabei in der Mehrheit. Knapp 60 Prozent der Frauen arbeiteten im letzten Jahr Teilzeit, bei den Männern lag der Anteil bei rund 16 Prozent.

Alleinernährer als Auslaufmodell

Das entspricht einer Verdoppelung in den letzten 20 Jahren. Bei Vätern mit Kindern im Schulalter hat sich das Ausmass der Teilzeiterwerbstätigkeit in den letzten 20 Jahren verdreifacht, von 3,5 auf knapp 11 Prozent. Der Trend widerspiegelt sich auch bei den Erwerbsmodellen von Eltern. Der Anteil der Paare mit Kindern bis 14 Jahre, bei denen beide Elternteile einen Teilzeitjob haben, ist heute mit 6,5 Prozent vier Mal so hoch wie noch 1992.

Klar rückläufig ist der Anteil der Paare mit Vollzeit erwerbstätigem Mann und nicht erwerbstätiger Frau. In Paarhaushalten mit dem jüngsten Kind unter 7 Jahren nahm der Anteil von 61 Prozent im Jahr 1992 auf knapp 27 Prozent ab. Dies vor allem zu Gunsten des Modells mit Vollzeit erwerbstätigem Vater und Teilzeit erwerbstätiger Mutter, das heute am verbreitetsten ist.

Auch befristete Anstellungsverhältnisse haben zugenommen. Über 7 Prozent der Arbeitnehmenden hatten 2014 einen befristeten Arbeitsvertrag. Im letzten Jahr arbeiteten rund ein Fünftel der Erwerbstätigen regelmässig am Samstag – Frauen etwas häufiger als Männer. Dieser Anteil hat in den letzten Jahren leicht abgenommen. Die regelmässige Sonntagsarbeit ist seit zehn Jahren ungefähr gleich verbreitet: Jeder Zehnte arbeitete 2014 am Sonntag.

bfs/hvw

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