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EZB-Chef Trichet: Basel III stärkt globale Stabilität

Die strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken (»Basel III») stärkten die globale Stabilität, sagte Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und Präsident des «Basel Committee on Banking Supervision».

Die Wirtschaftserholung werde nicht gehemmt. Die Basel III-Beschlüsse vom Sonntag seien «sehr wichtig», sagte Trichet am Montag vor den Medien in Basel. Er danke den Zentralbanken-Chefs: Jeder einzelne habe «in übergeordnetem Interesse» Zugeständnisse gemacht - Entwicklungsländer wie entwickelte Länder gleichermassen. Unsicherheit sei in den letzten Jahren «der Feind» der Wirtschaft gewesen; Basel III werde mehr Vertrauen bringen. Die Beschlüsse sollten den Bankensektor markant krisenfester machen. Den Geldbedarf einzelner Länder oder Institute zur Umsetzung von Basel III wollte Trichet nicht beziffern; das sei sehr unterschiedlich. Die Umsetzung werde Zeit brauchen; das sei ein laufender Prozess. Die Vorschläge sollen im November beim Treffen der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G20) in ein konkretes Regelwerk gegossen werden. Danach müssen sie noch in nationales Recht umgesetzt werden. Trichet sagte, er habe «volles Vertrauen», dass auch die USA die Basel III-Beschlüsse umsetzten. Im Weiteren sagte Trichet im Anschluss an das Global Economy Meeting bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, man sehe zwar viel Vorsicht, Inflation zu verhindern, aber kein Anzeichen für eine Deflation. Laut Trichet besteht indes keinen Anlass für Selbstgefälligkeit. In Entwicklungsländern sei ein anhaltendes Wachstum festzustellen, in entwickelten Ländern hingegen ein bescheidenes. Letztere müssten wachsam bleiben.

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