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EZB: Zweifel an Währungsunion nicht hinnehmbar

Frankfurt EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat die sich abzeichnenden Interventionen der Notenbank mit einer nicht hinnehmbaren Krise der Euro-Zone gerechtfertigt.

An den Finanzmärkten würde mittlerweile ein Auseinanderbrechen des Euroraums eingepreist, sagte Asmussen am Dienstag auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. «Für eine Währungsunion sind solche systemischen Zweifel nicht akzeptabel. Nur eine Währung, an deren Bestand es keinen Zweifel gibt, ist eine stabile Währung.» Zweifel am Euro hätten auch «folgenschwere Auswirkungen für die gemeinsame Geldpolitik: ein geldpolitisches Signal, wie es die EZB beispielsweise mit der Zinssenkung im Juli gesetzt hat, kommt uneinheitlich oder zum Teil überhaupt nicht in der Realwirtschaft an», sagte der früherer Finanzstaatssekretär. «Der Leitzins, der eigentlich 'leiten' soll, tut dies nur noch eingeschränkt.» Der Rat der Europäischen Zentralbank entscheidet am Donnerstag das nächste Mal über die Geldpolitik und den Leitzins. Es wird erwartet, dass der EZB-Rat ein neues und höchst umstrittenes Anleihekaufprogramm zur Stützung der Schuldenländer beschliessen wird.

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