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Ex-Spitzenpolitiker zeigt Credit Suisse an

Der frühere georgische Premierminister Bidzina Ivanishvili hat hunderte Millionen Dollar verloren. Jetzt geht er juristisch gegen die Schweizer Grossbank vor.

Hat die CS nicht genügend Vorkehrungen gegen Geldwäsche getroffen? Bidzina Ivanishvili, hier während einer Pressekonferenz in Georgien. (Archivbild)
Hat die CS nicht genügend Vorkehrungen gegen Geldwäsche getroffen? Bidzina Ivanishvili, hier während einer Pressekonferenz in Georgien. (Archivbild)
Keystone

Anwälte des früheren georgischen Premierministers Bidzina Ivanishvili haben in der Schweiz eine Strafanzeige gegen die Grossbank Credit Suisse eingereicht. Ivanishvili wirft dem Konzern vor, nicht genügend Vorkehrungen gegen Geldwäsche getroffen zu haben, sagte einer der Anwälte am Mittwoch.

Die Anwälte machen geltend, dass ihr Klient wegen betrügerischen Handlungen eines CS-Kundenberaters hunderte von Millionen Dollar verloren hat. Der Berater habe Geld von Ivanishvilis Konto genommen, um damit andere Verluste zu decken.

Credit Suisse wollte sich zur Strafanzeige nicht äussern. Eine Sprecherin erklärte aber, die Bank arbeite mit den Behörden in Genf zusammen. Der frühere Berater haben die Handlungen vor seinen Kollegen verborgen. Nach bestem Wissen handle es sich um einen Einzelfall.

Vierte Anzeige von Ivanishvili

Die am Dienstag in Genf eingereichte Anzeige ist die vierte Ivanishvilis in dem Fall, aber die erste gegen Credit Suisse. Die übrigen Anzeigen richten sich gegen den Kundenberater und gegen unbekannte Personen wegen Betrugs und verdeckter Gebühren. Der Berater, der rund zehn Jahre für Credit Suisse arbeitete, befindet sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft in Genf.

Ein Anwalt des Beraters war für eine Stellungnahme vorerst nicht verfügbar. Die Staatsanwaltschaft wollte sich nicht äussern.

(SDA)

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