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Ex-Sonovapräsident Rihs: «Ich habe keinerlei Fehler gemacht» Keine Kenntnisse von Gewinnwarnung - Rücktritt aus Mitverantwortung

In der mutmasslichen Insideraffäre beim Hörgerätehersteller Sonova ist sich Firmengründer Andy Rihs keiner Schuld bewusst: «Ich habe keinerlei Fehler gemacht», sagte der Grossaktionär, der kurz vor einer Gewinnwarnung Sonovas ein Aktienpaket verkauft hatte, am Mittwoch vor den Medien, Beim Verkauf seiner 300'000 Aktien für 37,5 Millionen

Fr. am 8. März habe er keine Informationen gehabt, dass Sonova eine Woche später eine Gewinnwarnung veröffentlichen würde, sagte Rihs in Zürich. «Ich hatte dieselben Informationen wie alle anderen auch.» Dies habe eine Untersuchung der Anwaltskanzlei Homburger bestätigt, die Sonova in Auftrag gegeben habe, sagte der neue Verwaltungsratspräsident Robert Spoerry. Immer wieder Verkäufe Rihs betonte, er habe in den vergangenen Jahren immer wieder Aktien von Sonova verkauft. «Ich hatte mal 25 Prozent, jetzt bin ich bei 9 Prozent», sagte Rihs. Als Grund nannte er Geldbedarf unter anderem für den Bau seiner neuen Velofabrik in Grenchen. Als dann die Gewinnwarnung am 16. März erfolgt sei, habe er aber gesehen, dass der Zeitpunkt des Aktienverkaufs sehr unglücklich gewesen sei. Er wolle niemanden übervorteilen. Deshalb habe er sofort dem Käufer der Aktien angeboten, den Verkauf rückgängig zu machen. Er wolle nicht Vorteile aus diesem Deal herausholen, obwohl er in dieser Periode zum Verkauf berechtigt gewesen wäre, da Sonova keine Handelssperre erlassen habe. «Ich werde alles daran setzen, den Imageschaden und den materiellen Schaden zu korrigieren», sagte Rihs. Seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident erklärte der Firmengründer damit, dass er eine Mitverantwortung für die Versäumnisse übernehmen müsse. Er bleibe aber im Verwaltungsrat an Bord als Vertreter der Ankeraktionäre. Neben Andy Rihs sind dies sein Bruder Hans-Ueli und Beda Diethelm. Andy Rihs sei ein Pionier für Sonova, sagte Spoerry. Er habe profunde Kenntnisse der Branche. «Für uns ist es absolut wichtig, dass er Sonova erhalten bleibt.»

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